{"id":10265,"date":"2018-05-29T06:48:06","date_gmt":"2018-05-29T05:48:06","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=10265"},"modified":"2021-04-27T10:39:48","modified_gmt":"2021-04-27T09:39:48","slug":"konferenz-finanzdienstleister-der-nachsten-generation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/konferenz-finanzdienstleister-der-nachsten-generation\/","title":{"rendered":"Konferenz Finanzdienstleister der n\u00e4chsten Generation"},"content":{"rendered":"<p>Eine Konferenz, die zum 11. Mal den Titel <a href=\"http:\/\/www.frankfurt-school-verlag.de\/verlag\/konferenz\/finanzdienstleister_der_naechsten_generation_11.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Finanzdienstleister der n\u00e4chsten Generation <\/a>tr\u00e4gt \u2013 ist da nicht schon alles gesagt?<\/p>\n<p>Doch so wie die Frankfurt School selbst, die sich mit neuen Studieng\u00e4ngen auf st\u00e4ndigem Wachstumskurs befindet und mit ihrem neuen Campus in Frankfurt ein Statement in Sachen Innovation und Zukunftsausrichtung setzt, steht auch die Finanzbranche heute mehr denn je vor neuen Herausforderungen. Herr Prof. Dr. Daniel Beimborn, Professor f\u00fcr Wirtschaftsinformatik an der FS, f\u00fchrte durch die leitende Thematik, warum gerade Finanzdienstleister von unglaublichen Innovationstrends profitieren k\u00f6nnen und wie die Umsetzung in Unternehmen bis dato aussieht.<\/p>\n<h2>Digitalen Identit\u00e4ten und deren Authentifizierung<strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, was ein Finanzinstitut aktuell hinsichtlich seiner digitalen Strategie bewegt \u2013 ob es das \u201eInternet of Things\u201c, Cyber-Attacken, Blockchains oder generell die digitale Transformation ist \u2013 Dr. Philipp Schulte und Dr. Christian Schl\u00e4ger von Gieske &amp; Devrient zeigten auf, dass letztendlich alles auf digitalen Identit\u00e4ten, deren Authentifizierung und geheimer Kommunikation basiert. Den technischen Hintergrund zu verstehen ist nicht immer einfach \u2013 was ein digitales Zertifikat und Verschl\u00fcsselung bedeutet, ist soweit den meisten grob bekannt. Doch was steckt hinter \u201eQuantum Computing\u201c?<\/p>\n<p>Der grundlegende Vorteil des Quantencomputers besteht darin, dass durch Verwenden sogenannter Qubits viele Operationen gleichzeitig stattfinden k\u00f6nnen. Verglichen mit dem Potenzial eines gew\u00f6hnlichen Computers erm\u00f6glicht dies eine dramatische Beschleunigung bei Berechnungen und bringt ungeahnte M\u00f6glichkeiten bei der Entschl\u00fcsselung von Inhalten. Wie weit wir allerdings noch von dieser neuen \u00c4ra entfernt sind, l\u00e4sst sich schwer sagen. Die Botschaft ist aber: das Thema Quantencomputer sollte im Auge behalten werden.<\/p>\n<h2>Digitalisierung \u2013 vom Kunden aus gedacht<strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>Nach dieser technischen Betrachtung nimmt uns Dr. Thomas Mangel mit auf seine Reise durch das vergangenes Jahr als Chief Digital Officer der Deutschen Postbank AG und definiert den Begriff \u201eDigitalisierung\u201c neu. Digitalisierung \u2013 das machen wir doch schon lange! Was ist daran jetzt neu?<\/p>\n<p>Er und sein Digitalisierungsteam kommen an den beiden Begriffen \u201ecustomerorientation\u201c und \u201ecustomerexpectation\u201c nicht mehr vorbei. Das \u201eVom Kunden aus denken\u201c ist mittlerweile die zentrale Ausgangslage jeglichen Handelns seines Bereiches, sodass der Kunde bei seinen Erwartungen abgeholt wird und eine digitale Erlebniswelt entsteht. Auch wenn diese Welt immer weiter expandieren wird, sicher ist er sich trotz aller Ver\u00e4nderung: Banken m\u00fcssen sich nicht selbst zerst\u00f6ren, um morgen existieren zu k\u00f6nnen. Der Schl\u00fcssel liegt in der Kombination der digitalen und pers\u00f6nlichen Welt.<\/p>\n<h2>Cloud-L\u00f6sungen und digitaler Zahlungsverkehr<strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>Als einen weiteren Treiber und als Herzst\u00fcck der Digitalisierung bezeichnet J\u00fcrgen Hermann, CEO der QSC AG, Cloud-L\u00f6sungen, da sie die heutigen Bed\u00fcrfnisse nach Mobilit\u00e4t, Flexibilit\u00e4t, Verf\u00fcgbarkeit und Sicherheit erf\u00fcllen. Die Einbindung von Clouds bringt demnach viele Vorteile mit sich. Durch ein \u201ePay-per-Use\u201c-Modell k\u00f6nnen bei einem cloudbasierten IT-Betrieb im Vergleich zum klassischen wesentliche Kosten eingespart werden und IT-Ressourcen genau dann genutzt werden, wenn sie ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n<p>\u201eSolange man die Kontrolle hat, kann man Chancen nutzen\u201c, erkl\u00e4rt er und gibt drei Ratschl\u00e4ge f\u00fcr den Weg in die Digitalisierung: IT-Verantwortliche sollen eine vorbehaltlose Pr\u00fcfung der Potenziale der Cloud vornehmen, Vorteile verschiedener Plattformen k\u00f6nnen sinnvoll kombiniert werden und der gezielte Einsatz externen Know-Hows ist von essentieller Bedeutung.<\/p>\n<p>Auch der Meilenstein im Zahlungsverkehr \u2013 die EU-Richtlinie PSD2 \u2013 wurde im Rahmen einer spannenden Podiumsdiskussion analysiert. Mit der \u201ePayment Service Directive\u201c will Br\u00fcssel den Wettbewerb im europ\u00e4ischen Zahlungsverkehr f\u00f6rdern und sicherer, bequemer und g\u00fcnstiger machen. Allerdings bricht sie das lukrative Monopol von Banken auf Kontodaten zuzugreifen, denn zuk\u00fcnftig m\u00fcssen Geldh\u00e4user auch Drittanbietern wie Fintechs Zugriff auf Konten und Daten der Kunden bieten. Angst m\u00fcssen Verbraucher allerdings nicht haben \u2013 die Weitergabe erfolgt nur nach ausdr\u00fccklicher Zustimmung. Eigene Produkte wie Banking-Apps sollten von den Banken gest\u00e4rkt und Kooperationen mit Drittanbietern nicht untersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<h2>Innovationstrends der Digitalisierung<strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>Nach einer st\u00e4rkenden Mittagspause in der Sonne wurde Einblick in verschiedenste Innovationstrends gew\u00e4hrt. Was sind eigentlich Chatbots und warum k\u00f6nnten sie zur Steigerung der Effizienz im Kundenservice interessant sein? Diese Fragestellung machte sich Xaver Lehmann, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der e-bot7 GmbH zur Leitfrage seines Vortrags. Eine Chatbot setzt sich aus dem Wort \u201echat\u201c f\u00fcr plaudern und \u201ebot\u201c f\u00fcr Roboter zusammen, und stellt damit ein Programm dar, mit dem in nat\u00fcrlicher Sprache kommuniziert werden kann.<\/p>\n<p>Die Zeit rennt &#8211; auch im Bereich Firmenkunden ist es f\u00fcr Banken mittlerweile n\u00f6tig, entsprechende Ver\u00e4nderungen zeitig vorzunehmen. Fintechs \u00fcben laut Sebastian Manthei, dem Business Development Manager der CREALOGIX AG, immer h\u00f6heren Druck auf die Banken aus. Der Schl\u00fcssel liege nicht darin eine zweite Bank neben der eigentlichen zu bauen, sondern den digitalen Gedanken in die Bank-Identit\u00e4t einzupflanzen und dadurch gebotene Potenziale zu nutzen. Die konkreten Bed\u00fcrfnisse der Firmenkunden und die Verbesserung des Kundendialogs sollten im Vordergrund stehen. Doch wie kann eine Bank das erreichen?<\/p>\n<p>Vom Corporate Banking zur\u00fcck zum Retail Banking \u2013 sind Robo Advisor und Filialgesch\u00e4ft miteinander vereinbar? Durch hohe regulatorische Anforderungen entsteht bei einer Anlageberatung immer h\u00f6herer Qualit\u00e4tsdruck, weswegen Portfolioberatungen vorzugsweise bei wohlhabenden Kunden umgesetzt werden. Bernhard Ehrlich, Leiter im Consulting der Firma aixigo, stellt eine massentaugliche Portfoliol\u00f6sung vor mit der es m\u00f6glich ist, mehr als eine Million Portfolios innerhalb von 5,5 Minuten zu erstellen. Mit seinem digitalen Portfoliomanagement zeigt er, dass auch Potenziale bei der Anlageberatung im Retailgesch\u00e4ft durch Innovationen nutzbar sind, denn \u201eM\u00f6glichkeiten sind grenzarm\u201c.<\/p>\n<h2>Fazit eines spannenden Tages<strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p>Bevor abschlie\u00dfende Worte gesprochen wurden und ein Empfang zum Ausklang den Abend abrundete, berichtete auch Olaf Klose, Vorstandsmitglied der Deutschen Apotheker- und \u00c4rztebank, optimistisch von seinen Ans\u00e4tzen bei der Kundengewinnung, seinen Wachstumsideen und einem Projekt im Bereich Digitalisierung. Mit diesem Projekt soll es f\u00fcr \u00c4rzte in ungef\u00e4hr einem Jahr m\u00f6glich sein, die Finanzierung ihrer eigenen Praxis wie mit einem Car-Konfigurator zu erstellen. Wo der Weg bei den einzelnen Unternehmen hingeht bleibt spannend &#8211; genau wie die gesamte Entwicklung der Finanzbranche im Bereich der Digitalisierung. Eins steht fest: Potenziale bestehen, sie m\u00fcssen nur genutzt werden.<\/p>\n<p>Der Tag l\u00e4sst sich ganz einfach beschreiben: hochinteressanter Input und spannende Gespr\u00e4che! Im Anschluss nutzte ich die M\u00f6glichkeit, den neuen Campus der Frankfurt School zu erkunden und wurde auf einer der Dachterrassen mit einem Blick \u00fcber die Frankfurter Skyline bei Sonnenschein belohnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Konferenz, die zum 11. Mal den Titel Finanzdienstleister der n\u00e4chsten Generation tr\u00e4gt \u2013 ist da nicht schon alles gesagt? 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