{"id":21230,"date":"2019-12-03T14:08:22","date_gmt":"2019-12-03T13:08:22","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=21230"},"modified":"2020-05-29T08:45:48","modified_gmt":"2020-05-29T07:45:48","slug":"7-stolpersteine-auf-dem-weg-zu-einem-agilen-unternehmen-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/7-stolpersteine-auf-dem-weg-zu-einem-agilen-unternehmen-teil-1\/","title":{"rendered":"7 Stolpersteine auf dem Weg zu einem agilen Unternehmen \u2013 Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Agiles Projektmanagement bringt viele Vorteile mit sich: eine kundenorientierte Produktentwicklung, schnelles Feedback, hoher Wissenstransfer, geringere Produkteinf\u00fchrungszeit.<br \/>\nDas \u00fcbergeordnete Ziel: zufriedene Kunden, motivierte Mitarbeiter und erfolgreiche Produkte. Der Weg dahin ist herausfordernd und langwierig. Mal ziehen nicht alle Abteilungen an einem Strang, mal wurden die Mitarbeiter nicht abgeholt oder bef\u00e4higt und mal l\u00e4uft zwar augenscheinlich alles gut \u2013 doch schneller wurde das Unternehmen letzten Endes trotzdem nicht. Dieser Beitrag beleuchtet die 7 gro\u00dfen Stolpersteine, die Ihnen auf dem Weg der agilen Transformation begegnen k\u00f6nnten. Retrospektiv betrachtet, erscheinen sie absolut logisch und quasi un\u00fcbersehbar. Im Wirbel der Ver\u00e4nderung werden sie jedoch h\u00e4ufig \u00fcbersehen oder zu sp\u00e4t erkannt.<\/p>\n<h2>1. Fehlende Vertrauenskultur und direktionaler F\u00fchrungsstil<\/h2>\n<p>Agiles Arbeiten beruht auf Vertrauen. Die Teams vertrauen darauf, dass der Produkt Owner die richtigen Entscheidungen f\u00fcr das Produkt trifft. Der Produkt Owner wiederum vertraut darauf, dass das Team die besten L\u00f6sungen findet. Gemeinsam vertraut man dem Management, den besten Weg f\u00fcr alle gew\u00e4hlt zu haben. Zeigen Vorstand und Management jedoch kein Vertrauen in ihre Mitarbeiter und deren Entscheidungen, vertrauen auch die Mitarbeiter den F\u00fchrungsebenen nicht. \u2013 eine Abw\u00e4rtsspirale. Es entsteht schlimmstenfalls eine Abwehrhaltung und Misstrauen hingegen jeder Neuerung.<\/p>\n<p>Was tun?<br \/>\nSeien Sie ein Vorreiter. Vertrauen Sie, auch wenn Sie sich selbst unsicher sind. Zeigen Sie, dass Sie vertrauen, indem Sie sich \u00f6ffnen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern und Kollegen die M\u00f6glichkeit, ins Rampenlicht zu treten. Wertsch\u00e4tzen Sie Fehler und ermutigen Sie das Team.<\/p>\n<h2>2. Keine Leitbilder<\/h2>\n<p>Eine Transformation bedeutet f\u00fcr die Mitarbeiter eine gro\u00dfe Unsicherheit. Neue Rollen kommen hinzu, alte fallen weg. Vorgesetzte \u00e4ndern sich, und es wird eine Verhaltens\u00e4nderung gew\u00fcnscht. Fehlt an dieser Stelle die klare Antwort auf das \u201eWHY?\u201c, also den Grund f\u00fcr die Ver\u00e4nderung, k\u00f6nnen die Mitarbeiter keine zielgerichteten Entscheidungen treffen. Zur\u00fcckhaltende Mitarbeiter haben das Gef\u00fchl, die Ver\u00e4nderung aussitzen zu k\u00f6nnen, wenn der Vorstand keine klaren Ziele vorgibt.<\/p>\n<p>Was tun?<br \/>\nWer durch Vision f\u00fchrt, der ber\u00fchrt Menschen emotional und schafft eine tiefe Verbundenheit und Identifikation der Mitarbeiter mit seinem Unternehmen. Gerade in Zeiten einer gro\u00dfen Ver\u00e4nderung vermittelt eine Vision den Sinn, die Richtung, schafft Klarheit und Sicherheit.<\/p>\n<h2>3. Fehlende Bef\u00e4higung der Mitarbeiter<\/h2>\n<p>Dieser Stolperstein betrifft alle hierarchischen Ebenen. Er umfasst sowohl die fachliche als auch die methodische Bef\u00e4higung.<br \/>\nStellen Sie sich vor, Sie haben ein Unternehmen voller Dreiradfahrer. Sie haben geh\u00f6rt, dass Fahrradfahren jedoch deutlich schneller ist und wollen jetzt alle Mitarbeiter zu Fahrradfahrern machen. Sie designen also neue Radwege, verteilen Luftpumpen, entlassen ein paar Dreiradmanager und geben sogar ein Fahrrad in Auftrag, welches auf die Bed\u00fcrfnisse Ihres Unternehmens ma\u00dfgeschneidert ist.<\/p>\n<p>Heute ist der Tag der Umstellung. Jeder Mitarbeiter hat sein neues Fahrrad erhalten, die Infrastruktur steht und die Reifen sind aufgepumpt \u2013 und was passiert? Nichts.<br \/>\nSie haben vergessen, Ihren Mitarbeitern beizubringen, wie man Fahrrad f\u00e4hrt. Was passiert stattdessen? Ihre Mitarbeiter greifen wieder zu den Dreir\u00e4dern, die jetzt auf Stra\u00dfen fahren, die f\u00fcr Fahrr\u00e4der ausgelegt sind. Das ist ineffizient.<\/p>\n<p>Was tun?<br \/>\nMit dem Schwenk auf Fahrr\u00e4der (einer agilen Arbeitsweise) haben Sie neue Verhaltensmuster von Ihren Mitarbeitern gefordert. Jedoch wussten Ihre Mitarbeiter nicht, wie sie von den alten Verhaltensweisen zu den neuen \u00fcbergehen sollen. Verstehen Sie, welche F\u00e4higkeiten von Ihren Mitarbeitern ben\u00f6tigt werden und \u00fcberlegen Sie, wie Sie diese vermitteln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und machen Sie bitte ein paar Testfahrten auf den neuen Fahrr\u00e4dern, ehe alle damit fahren sollen.<\/p>\n<p>\u00dcber die Stolpersteine 4 \u2013 7 lesen Sie in <a href=\"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/7-stolpersteine-auf-dem-weg-zu-einem-agilen-unternehmen-teil-2\/?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil 2<\/a> des Artikels.<\/p>\n<p>Weitere Infos zum Zertifikatsstudiengang <a href=\"https:\/\/www.frankfurt-school.de\/home\/individuals\/seminar~0000001394768S~~\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Agiles Projektmanagement<\/a> finden Sie auf unserer Webseite.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Agiles Projektmanagement bringt viele Vorteile mit sich: eine kundenorientierte Produktentwicklung, schnelles Feedback, hoher Wissenstransfer, geringere Produkteinf\u00fchrungszeit. 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