{"id":22526,"date":"2020-04-07T12:54:07","date_gmt":"2020-04-07T11:54:07","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=22526"},"modified":"2022-06-22T16:35:11","modified_gmt":"2022-06-22T15:35:11","slug":"kompetenzen-als-ressource-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/kompetenzen-als-ressource-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Kompetenzen als Ressource der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Auf dem Arbeitsmarkt herrscht weiterhin ein intensiver Wettkampf um qualifizierte Facharbeiter und Talente. Um Mitarbeiter f\u00fcr das eigene Unternehmen zu gewinnen und diese auch zu halten, wird ein Angebot zur pers\u00f6nlichen Weiterentwicklung immer mehr zum ausschlaggebenden Faktor. Wer Kompetenzentwicklung im Unternehmen sowohl f\u00fcr neue Talente als auch f\u00fcr das bestehende Personal unterst\u00fctzt, positioniert sich als attraktiver Arbeitgeber. Doch der Trend geht weit \u00fcber das alleinige Anbieten von Weiterbildungsma\u00dfnahmen hinaus: Der moderne Arbeitnehmer will individuell gef\u00f6rdert werden. Statt \u201eOne-size-fits-all\u201c werden agile Schulungskonzepte gefordert, in die auch bereits vorhandenes Vorwissen und bestehende Kompetenzen einflie\u00dfen.<\/p>\n<h2>Was ist kompetenzorientierte Weiterbildung<\/h2>\n<p>Genau diesem Prinzip unterliegt die kompetenzorientierte Weiterbildung, denn ihr wird eine umfangreiche Analyse vorangestellt. Welche Kompetenzen hat der Mitarbeiter in seiner vorherigen Erwerbst\u00e4tigkeit bereits erworben und in welchem Umfang? Wo besteht noch Bedarf aufgrund der neuen Anforderungen?<\/p>\n<p>Um diese Analyse anstellen zu k\u00f6nnen, wird zun\u00e4chst der Begriff \u201eKompetenz\u201c als neuer, moderner Bildungsbegriff definiert. Es handelt sich hierbei nicht, wie h\u00e4ufig angenommen, um auf dem formalen Weg erworbene berufsrelevante Kenntnisse und Fertigkeiten (Qualifikationen). Kompetenzen sind \u201epers\u00f6nliche Voraussetzungen zur Selbstorganisation bei der Bew\u00e4ltigung von insbesondere neuen, nicht routinem\u00e4\u00dfigen Aufgaben\u201c (vgl. Heyse\/Erpenbeck 2007, S. 14), und umfassen somit die Summe aller Fertigkeiten, die Menschen in bestimmten Situationen eigenst\u00e4ndig handlungsf\u00e4hig machen. Kompetenzen lassen sich in vier Gruppen einordnen: Fachkompetenzen, Methodenkompetenzen, Sozial-kommunikative Kompetenzen und pers\u00f6nliche Kompetenzen. Es wird dabei deutlich zwischen theoretischem Wissen und praktischer Handlungsf\u00e4higkeit unterschieden \u2013 versetzt die Weiterbildung den Teilnehmer in die Lage, eine Ver\u00e4nderung aktiv einzuleiten und umzusetzen?<\/p>\n<h2>Kompetenzorientierte Weiterbildung implementieren<\/h2>\n<p>Wenn klar ist, was \u201eKompetenz\u201c tats\u00e4chlich bedeutet, kann der IST- und SOLL-Zustand der pers\u00f6nlichen St\u00e4rken einer Person beispielsweise mithilfe eines Fragebogens erfasst werden. In einem ausf\u00fchrlichen R\u00fcckmeldegespr\u00e4ch unter vier Augen werden daraufhin die individuellen St\u00e4rken aufgezeigt und auch m\u00f6gliche Verbesserungspotenziale analysiert. Gemeinsam werden daraus Lernziele f\u00fcr die Qualifizierung abgeleitet. Die didaktische Innovation liegt darin, dass das Individuum nicht mehr mit Inhalten konfrontiert wird, die bereits bekannt sind und daher keinen Mehrwert bieten. Darin liegt das gro\u00dfe Plus der kompetenzorientierten Weiterbildung: On-Boarding-Prozesse k\u00f6nnen beschleunigt werden, die Motivation der Teilnehmer wird gesteigert und daraus resultierende, gute Lernergebnisse f\u00fchren zu verbesserter Nachhaltigkeit der Ma\u00dfnahme.<\/p>\n<p>Nach Beendigung einer Qualifizierung wird die vorangegangene Analyse aktualisiert. So wird die eigene Entwicklung sichtbar und nachvollziehbar. Den Grundstein f\u00fcr den langfristigen Erfolg und die Evaluation der Ma\u00dfnahme bildet eine enge Zusammenarbeit mit den F\u00fchrungskr\u00e4ften der Teilnehmenden.<\/p>\n<p>Unternehmen wie Bosch oder Siemens bedienen sich bereits erfolgreich an den Kompetenzmodellen f\u00fcr die berufliche Bildung ihrer Talente. Besonders gut l\u00e4sst sich die Wichtigkeit von kompetenzorientierter (Weiter-)Bildung auch am Beispiel des deutschen Bildungssystems er\u00f6rtern: Vor allem w\u00e4hrend der schulischen Laufbahn werden uns sehr viele Inhalte vermittelt, die an dem notwendigen Ziel einer kompetenzbasierten Gesellschaft vorbeischie\u00dfen (Wie die Papa`s dann zu sagen pflegen: \u201eKind, das brauchst du im Leben nie wieder!\u201c).<\/p>\n<p>Um dem vorzubeugen, setzen wir von der Frankfurt School auf <a href=\"https:\/\/execed.frankfurt-school.de\/home\/individuals\/companies\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Inhouse<\/a>-Qualifikationen, die individuell an Ihre unternehmensspezifischen Anforderungen angepasste sind. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die <a href=\"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/standardisierung-des-projektmanagements-beim-global-player-norma-group\/?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">gelungene Umsetzung<\/a> eines weltweiten Qualifikationsprogramms im <a href=\"https:\/\/execed.frankfurt-school.de\/home\/individuals\/technology-operations\/zertifikatsstudiengang-projektmanager\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Projekt- und Prozessmanagement<\/a>, die wir gemeinsam mit NORMA Group umgesetzt haben.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Arbeitsmarkt herrscht weiterhin ein intensiver Wettkampf um qualifizierte Facharbeiter und Talente. Um Mitarbeiter f\u00fcr das eigene Unternehmen zu gewinnen und diese auch zu halten, wird ein Angebot zur pers\u00f6nlichen Weiterentwicklung immer mehr zum ausschlaggebenden Faktor. 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