{"id":22568,"date":"2020-04-14T14:28:54","date_gmt":"2020-04-14T13:28:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=22568"},"modified":"2020-08-25T12:36:15","modified_gmt":"2020-08-25T11:36:15","slug":"rapid-e-learning-wie-man-effizient-e-learning-kurse-erstellt-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/rapid-e-learning-wie-man-effizient-e-learning-kurse-erstellt-teil-1\/","title":{"rendered":"Rapid E-Learning: Wie man ef\u00adfi\u00adzi\u00adent E-Learning-Kurse erstellt (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<p>Die Entwicklungszeit eines E-Learning-Kurses h\u00e4ngt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab \u2013 und meistens ist sie l\u00e4nger als geplant. Jeder Learning Developer kennt das! Doch woran liegt das und wie schafft man es, die Time-to-Market in der Produktion von E-Learnings zu verk\u00fcrzen? Neben verschiedenen Variablen, wie z.\u00a0B. dem Grad der Interaktivit\u00e4t, dem Einsatz von Voice-Overs, zus\u00e4tzlichen Videoelementen o.\u00a0\u00c4., gibt es Fallstricke in der Projektplanung und vor allem in der Kollaboration mit den Fachautoren, die die Entwicklungsdauer eines E-Learning verl\u00e4ngern k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Wie lange dauert es, ein E-Learning zu produzieren?<\/h2>\n<p>Die Entwicklungszeit traditioneller E-Learning-Kurse hat sich in den letzten gut zehn Jahren kaum reduziert. So berichtet eine Umfrage aus dem Jahr 2017 von durchschnittlich 71 Entwicklerstunden f\u00fcr ein Basic-E-Learning, das hei\u00dft ein Lernformat mit nur wenigen unterschiedlichen Interaktionselementen, bei dem der Lernende in erster Linie passiver Informationsempf\u00e4nger ist. (Vgl. dazu weiterf\u00fchrend\u00a0<a href=\"https:\/\/www.td.org\/insights\/how-long-does-it-take-to-develop-one-hour-of-training-updated-for-2017\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Studie ATD 2017<\/a>). Eine Umfrage zum selben Thema aus dem Jahr 2009 spricht von ab 73 Entwicklerstunden f\u00fcr ein konventionelles E-Learning (Vgl. dazu weiterf\u00fchrend:\u00a0<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20091029121401\/http:\/www.astd.org\/LC\/2009\/0809_kapp.htm\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Studie ASTD 2009<\/a>).<\/p>\n<p>Die angef\u00fchrten Gr\u00fcnde f\u00fcr die lange Entwicklungszeit gleichen sich bei beiden Umfragen:<\/p>\n<ul>\n<li>mangelnde oder falsche Einsch\u00e4tzung der Bed\u00fcrfnisse der Organisation durch den zust\u00e4ndigen Projektmanager und\/oder mangelnde Kommunikation\/Unterst\u00fctzung des Projekts im Unternehmen,<\/li>\n<li>Untersch\u00e4tzung der Komplexit\u00e4t,<\/li>\n<li>ungenaue Zielgruppendefinition und\/oder unzureichende Auseinandersetzung mit deren Anforderungen,<\/li>\n<li>Zeitmangel der externen und internen Experten, die den Content f\u00fcr das Lernprojekt liefern sollen, und\/oder keine Priorit\u00e4t der Content-Erstellung,<\/li>\n<li>mangelnde Kenntnisse bzw. Untersch\u00e4tzung der Komplexit\u00e4t der E-Learning-Programmierung und\/oder Inkompatibilit\u00e4t mit den IT-Systemen der Organisation.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Was ist Rapid E-Learning?<\/h2>\n<p>Der Begriff Rapid E-Learning setzt sich zusammen aus Rapid Prototyping und E-Learning. Rapid Prototyping beschreibt als Teil des agilen Projektmanagements die geradlinige Erreichung klar definierter Ziele sowie die Verschlankung von Produktionsprozessen. Demnach werden also Rapid E-Learnings innerhalb kurzer Zeit als prototypische Ergebnisse an ausgesuchte Nutzergruppen pr\u00e4sentiert. Im Gegensatz zu traditionellen E-Learnings k\u00f6nnen Rapid E-Learning-Kurse innerhalb weniger Wochen erstellt und an die Lernenden ausgerollt werden.<\/p>\n<p>Erreicht wird dies vor allem durch ein Konzept mit eindeutigen Lernzielen, einer klaren Zielgruppendefinition, einer m\u00f6glichst kleinteiligen Gliederung und eine Beschr\u00e4nkung bzw. Vorauswahl der verwendeten Interaktionen. Templates mit festgelegten Layout-Strukturen f\u00fcr Inhalt und Subtexte, Zeichenbeschr\u00e4nkungen etc. erleichtern die Arbeit der \u201eContent-Ersteller\u201c. M\u00f6gliche Darstellungsformen des Contents (z.\u00a0B. durch Grafiken, Videos oder nur Text) sowie die m\u00f6glichen Interaktionsformen werden vorab festgelegt, sodass der Experte, der den Inhalt f\u00fcr das Lernformat verfasst, einen klaren Rahmen hat, in dem er sich bewegen kann. Experten sollte die M\u00f6glichkeit gegeben werden, ihr bereits vorhandenes Material so weit wie m\u00f6glich einzusetzen. Dies bedeutet f\u00fcr den Learning Developer auch weniger Aufwand f\u00fcr das \u00dcberf\u00fchren des Inhalts in die gew\u00fcnschte Darstellungsform des E-Learnings. So kann beispielsweise eine ohnehin vorhandene PowerPoint-Pr\u00e4sentation in einen Online-Kurs umgewandelt werden, indem sie mit Erkl\u00e4rtext angereichert und um zus\u00e4tzliche interaktive Module wie beispielsweise ein Quiz erg\u00e4nzt wird \u2013 so etwas geht aber nat\u00fcrlich nur mit einer ohnehin textlastigen PowerPoint-Pr\u00e4sentation. Oder man nimmt ein Erkl\u00e4rvideo mit dem Experten auf, vorausgesetzt er f\u00fchlt sich wohl, vor der Kamera zu sprechen. Ohne intensiven vorherigen Austausch mit dem Experten sollte keine Entscheidung f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Darstellungsformat des Rapid E-Learnings getroffen werden.<\/p>\n<p>Wie man ein rapid E-Learning Projekt umsetzt, lesen Sie in <a href=\"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/rapid-e-learning-wie-man-effizient-e-learning-kurse-erstellt-teil-2\/?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil 2<\/a> des Artikels.<br \/>\nSie m\u00f6chten mehr \u00fcber agile Methoden erfahren? Der Themenbereich <a href=\"https:\/\/execed.frankfurt-school.de\/home\/individuals\/strategy-change-management\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Strategie &amp; Change Management<\/a> bietet Ihnen interessante Weiterbildungen auf diesem Gebiet.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Entwicklungszeit eines E-Learning-Kurses h\u00e4ngt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab \u2013 und meistens ist sie l\u00e4nger als geplant. Jeder Learning Developer kennt das! Doch woran liegt das und wie schafft man es, die Time-to-Market in der Produktion von E-Learnings zu verk\u00fcrzen? 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