{"id":24968,"date":"2020-12-15T15:45:35","date_gmt":"2020-12-15T14:45:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=24968"},"modified":"2021-02-22T10:14:56","modified_gmt":"2021-02-22T09:14:56","slug":"das-jahr-2020-rekapitulation-und-trends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/das-jahr-2020-rekapitulation-und-trends\/","title":{"rendered":"Das Jahr 2020: Rekapitulation und Trends"},"content":{"rendered":"<p>Wagt man heute den Blick zur\u00fcck und begibt sich gedanklich in den Dezember 2019, so erlebt man eine zuversichtliche Stimmung und das hoffnungsvolle Warten auf die neue Dekade. Doch 2020 und der Ausbruch von Covid-19 hat unsere Widerstandsf\u00e4higkeit hart auf die Probe gestellt und uns alle gezwungen, sowohl unser Leben als auch die Art wie wir Arbeiten im Eiltempo umzustellen. Wir m\u00f6chten eine kurze Rekapitulation vornehmen und einen Einblick in die Trends geben, die das (berufliche) Leben 2021 weiterhin beeinflussen werden.<\/p>\n<h2>Was 2020 bereits ver\u00e4ndert hat<\/h2>\n<p><strong>Digitale Bildung:<\/strong> Wo bisher keine explizite Dringlichkeit war, brauchte es pl\u00f6tzlich konkrete Ma\u00dfnahmen. Vielerorts wurde ein digitaler Unterricht erfolgreich umgesetzt, stellenweise funktionierte die Ausf\u00fchrung des online Lehrens und Lernens jedoch \u00fcberhaupt nicht. In 2021 werden weitere Updates folgen, die ein digitales Klassenzimmer erm\u00f6glichen. Hierf\u00fcr wird auch die Schulung der Lehrkr\u00e4fte n\u00f6tig sein, damit Datenkompetenzen geschaffen und die Lehrinhalte an den technologischen Wandel angepasst werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Mobiles Arbeiten<\/strong>: Eins steht sicher fest \u2013 niemand wird die Gro\u00dfraumb\u00fcros vermissen! Mobiles Arbeiten hat seinen Weg im Jahr 2020 gefunden und den Unternehmen gezeigt, dass Flexibilit\u00e4t funktioniert und die Mitarbeiter zus\u00e4tzlich motiviert. Wer glaubt, dieses Modell k\u00f6nne 1:1 wieder auf einen 5-Tage Office-Alltag umgestellt werden, der irrt. Spezialisten vermuten eher einen 3-2-2 Trend: 3 Tage Office, 2 Tage mobile Office, 2 Tage frei (Wochenende).<\/p>\n<p><strong>Datenschutz:<\/strong> Mit dem mobilen Arbeiten wurde auch das Thema Datenschutz vorangetrieben. Seitdem sich eine Vielzahl der Arbeitnehmer im Home- oder mobile Office befinden, wurden wichtige Ma\u00dfnahmen und Datenschutzrichtlinien eingef\u00fchrt. Die DSGVO hat es vorgemacht, weitere Best-Practices werden dem folgen.<\/p>\n<p><strong>Technik:<\/strong> Der Einsatz digitaler L\u00f6sungen hat dabei geholfen, das gesellschaftliche Leben an vielen Stellen am Laufen zu halten und den Arbeitsalltag zu erm\u00f6glichen. Videokonferenzen, digitales Lernen, Apps zur Einsicht aktueller Auslastungen in Fitnessstudios oder Superm\u00e4rkten. Vor allem die Bereiche K\u00fcnstliche Intelligenz, nachhaltige Gesch\u00e4ftsmodelle und Blockchain haben durch Corona eine Menge Aufmerksamkeit erhalten. Die Tech-Giganten unserer Zeit haben stark vom Digitalisierungsschub profitiert \u2013 und die Nachfrage wird weiterhin prognostisch weiter steigen.<\/p>\n<p><strong>Klima:<\/strong> Corona hat den Tourismus im In- und Ausland v\u00f6llig heruntergefahren. Davon profitiert das Klima. Die St\u00e4dte wurden lebenswerter \u2013 bestes Beispiel daf\u00fcr ist Venedig mit seinen pl\u00f6tzlich sauberer erscheinenden Kan\u00e4len. Da die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel als weniger sicher eingestuft wurden, stiegen viele auf das Rad um. Die daraus resultierende Verkehrswende f\u00fchrte zum Neubau vieler Fahrradstra\u00dfen in den Gro\u00dfst\u00e4dten und ebnete somit den Weg, diese Verhaltensweisen auch zuk\u00fcnftig beizubehalten. Mobile Work brachte eine Entzerrung im Berufsverkehr mit sich und weniger Staus auf den Stra\u00dfen. Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille: F\u00fcr Klimastreiks und Demonstrationen gab es in diesem Jahr so gut wie keinen Raum. Es gilt jetzt Themen wie die Klimakatastrophe 2020 oder die Verabschiedung des Kohle-Ausstiegsgesetzes in 2021 nicht aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n<p><strong>Globalisierung:<\/strong> Die weltweit verteilten Supply Chains haben eine vor\u00fcbergehende St\u00f6rung erlebt. Doch die Pandemie hat gezeigt, dass Unternehmen durchaus in der Lage sind, darauf zu reagieren. Sicherlich werden \u00dcberlegung angestellt werden, um zuk\u00fcnftig wieder vermehrt Handel im Inland zu betreiben, die Globalisierung wird laut der Spezialisten dadurch jedoch kaum gef\u00e4hrdet werden.<\/p>\n<h2>Was uns in 2021 dar\u00fcber hinaus erwartet<\/h2>\n<p><strong>Diversit\u00e4t, Inklusion, Equity:<\/strong> In unserem <a href=\"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/mehr-diversitat-in-der-digitalisierung-initiative-shetransformsit\/?lang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bericht zur #SheTransformsIt Initiative<\/a> haben wir das Thema bereits angeschnitten. Die Frauenquote wird in 2021 ein zentrales Thema darstellen. Es wurde bereits viel zur Sichtbarkeit und Gleichstellung von Frauen diskutiert und auch erste \u00c4nderungen angesto\u00dfen. Es geht dabei nicht nur um Diversit\u00e4t auf dem Papier, sondern um tats\u00e4chliche Inklusion. Au\u00dferdem bezieht sich die Gleichberechtigung in der Arbeitswelt sowie der Gesellschaft ebenfalls auf Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung, die LGBTQ+-Community sowie andere marginalisierte Gruppen.<\/p>\n<p><strong>Rezession:<\/strong> Es steht nicht zu Frage, dass 2020 einem wirtschaftlichen Desaster gleich kommt. \u00d6konominnen und \u00d6konomen bef\u00fcrchten daher, dass die Wirtschaftseinbr\u00fcche in vielen L\u00e4ndern einen Auftakt zu einer fundamentaleren Rezession bedeuten k\u00f6nnten. Der konsequente Stellenabbau und die daraus resultierende Arbeitslosigkeit sind eine beunruhigende Erinnerung an die Gro\u00dfe Rezession der Jahre 2007 bis 2009.<br \/>\nF\u00fcr das Wirtschaftswachstum in Deutschland und Europa sind die Prognosen zumindest nicht vollkommen pessimistisch. Wenn die zweite Infektionswelle durch die Ma\u00dfnahmen besser begrenzt und schneller beendet werden kann, k\u00f6nne dies die Wirtschaft sogar sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Social Commerce:<\/strong> Der Trend zum Online Shopping hat sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet. Dies wurde in 2020 durchaus weiter vorangetrieben. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, wo uns der zweite Lockdown bevorsteht, bleibt nur noch das virtuelle Einkaufen. Innovationen wie Selbstbezahlmodelle oder Gesch\u00e4fte ohne Kassen transformieren dar\u00fcber hinaus den station\u00e4ren Handel. Online und offline profitiert man von technologischen Fortschritten und ver\u00e4nderten Verhaltensmustern.<\/p>\n<p><strong>Lebenslanges Lernen:<\/strong> \u00a0Ver\u00e4nderung mag schmerzhaft sein, aber sie ist unumg\u00e4nglich \u2013 und die Pandemie hat sie weiterhin beschleunigt. Wer auf Jobsuche ist, sieht sich in Zukunft mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Der Markt bietet mehr interessante Stellen f\u00fcr Kandidaten, die sich durch Anpassungsf\u00e4higkeit und Wissensgewinn auszeichnen. Um dies zu gew\u00e4hrleisten, werden Weiterbildung immer essenzieller. Die Frage nach der Kosten\u00fcbernahme will auch die EU mit einem Kompetenzpakt beantworten, Dieses soll Unternehmen dabei helfen, Partnerschaften f\u00fcr Weiterbildung und Umschulung aufzubauen.<\/p>\n<p>Auch in 2021 bleibt Ihnen die Frankfurt School als kompetenter Partner an Ihrer Seite erhalten. Unser Portfolio ist gewachsen und Sie k\u00f6nnen mit uns rechnen \u2013 online, in Pr\u00e4senz oder hybrid.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wagt man heute den Blick zur\u00fcck und begibt sich gedanklich in den Dezember 2019, so erlebt man eine zuversichtliche Stimmung und das hoffnungsvolle Warten auf die neue Dekade. 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