{"id":35091,"date":"2023-10-19T07:00:18","date_gmt":"2023-10-19T06:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=35091"},"modified":"2023-12-01T09:23:25","modified_gmt":"2023-12-01T08:23:25","slug":"digital-society-buzzword-oder-bald-realitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/digital-society-buzzword-oder-bald-realitat\/","title":{"rendered":"Digital Society \u2013 Buzzword oder bald Realit\u00e4t?"},"content":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung ist f\u00fcr uns alle \u2013 egal ob beruflich oder privat \u2013 allgegenw\u00e4rtig. Die Vernetzung von Privatpersonen, Unternehmen, Branchen, Politik und Gesellschaft nimmt immer mehr zu. Daten, Analytik und Technologien spielen daher eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Entsteht gerade die digitale Gesellschaft, die \u201eDigital Society\u201c? Oder handelt es sich um ein Schlagwort, das demn\u00e4chst wieder verschwindet?<\/p>\n<h2><strong>Es geht nicht nur um Digitalisierung <\/strong><\/h2>\n<p>Sicherlich spielen Technologien wie K\u00fcnstliche Intelligenz (KI), Blockchain, Cloud Computing und m\u00f6glicherweise das Metaversum eine gro\u00dfe Rolle dabei, wie wir unser Arbeits- und Privatleben zuk\u00fcnftig gestalten. Damit stellt die <em>Digitalisierung<\/em> den ersten gro\u00dfen Entwicklungsstrang dar. Ein zweiter Entwicklungsstrang ist jedoch die Transformation zur <em>Nachhaltigkeit<\/em> in Wirtschaft und Lebensweise. Die Dekarbonisierung unserer Welt ist vermutlich die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung, vor der wir stehen. Die Erf\u00fcllung der ESG-Kriterien (Environment, Society und Governance) ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie sich verschiedene Akteure entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette miteinander vernetzen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Der dritte Entwicklungsstrang ist der Aufbau von <em>Resilienz<\/em>, d.h. widerstandsf\u00e4higen Unternehmen und Institutionen. Kriegerische Auseinandersetzungen, Pandemien, aber auch kleinere St\u00f6rungen, z.B. in Lieferkettenstrukturen, erfordern eine schnelle und effektive Anpassungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<h2><strong>Drei Ebenen der Digital Society<\/strong><\/h2>\n<p>Die Digital Society spiegelt sich auf mehreren Ebenen wider, wobei zumindest drei Ebenen zu unterscheiden sind: Die <em>Gesellschaft<\/em> bildet die erste Ebene und umfasst alle soziokulturellen und demografischen, \u00f6konomischen, politischen (und in der Folge legislativen) Entwicklungen sowie technologischen Fortschritte. Die Ebene der <em>Unternehmen<\/em> umfasst alle Aktivit\u00e4ten, die mit Gesch\u00e4ftsstrategien und -modellen, Prozessen und einzusetzenden Technologien zusammenh\u00e4ngen. Dazu z\u00e4hlen auch Planung, Einsatz und F\u00f6rderung von Mitarbeitenden und F\u00fchrungskr\u00e4ften. Die dritte <em>Ebene<\/em> ist die des <em>Individuums<\/em>. Diese Ebene betrifft uns nicht nur als Erwerbspersonen, Arbeitsuchende, Arbeitslose etc., sondern auch als Kunden. Dieser Aspekt hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, denn immer mehr Unternehmen versuchen, Kunden an allen relevanten Punkten ihrer jeweiligen \u201eCustomer Journey\u201c zu erreichen.<\/p>\n<h2><strong>Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Resilienz sind eng mit den Ebenen Gesellschaft, Unternehmen und Individuen verwoben <\/strong><\/h2>\n<p>Die folgende Abbildung zeigt den Zusammenhang der skizzierten Entwicklungsstr\u00e4nge und Ebenen. Darin finden sich \u2013 ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit \u2013 Aufgaben und Herausforderungen, die auf dem Weg zur Digital Society zu bew\u00e4ltigen sind. So erm\u00f6glichen erst neue Technologien ein nachhaltiges Wirtschaften (z.B. Nutzung von Solarenergie, Wiederverwendung von Produktteilen) und den Aufbau resilienter Strukturen (z.B. Integration von Prozessen, IT-Systemen und Daten, um Lieferkettenbr\u00fcche zu bew\u00e4ltigen). Technologien sind auch f\u00fcr Analysen n\u00f6tig, um Entscheidungen von immer st\u00e4rker vernetzten Kunden (sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich) besser verstehen und antizipieren zu k\u00f6nnen<\/p>\n<p>Es ist offensichtlich, dass die Unternehmen neue Kompetenzen und L\u00f6sungen entwickeln m\u00fcssen, um die gewaltigen Anforderungen erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Dabei k\u00f6nnen weder die Entwicklungsstr\u00e4nge noch die Ebenen getrennt voneinander betrachtet werden, sondern sind eng miteinander vernetzt und beeinflussen oder bedingen sogar einander. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Konzepten wie Open Data ist diese Vernetzung wichtiger denn je. Gleichzeitig muss aber auch die Regulatorik und der verantwortungsbewusste Umgang mit Daten eine starke Beachtung finden, um Risiken, die durch einen offeneren Umgang mit Daten in einer digitalen Gesellschaft zwangsl\u00e4ufig entstehen, zu minimieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-35132 aligncenter\" src=\"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Digital-Society-\u2013-Buzzword-300x246.png\" alt=\"\" width=\"533\" height=\"437\" srcset=\"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Digital-Society-\u2013-Buzzword-300x246.png 300w, https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Digital-Society-\u2013-Buzzword.png 767w\" sizes=\"auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Buzzword oder (bald) Realit\u00e4t?<\/strong><\/h2>\n<p>Um die Frage im Titel zu beantworten: Dass die \u201eDigital Society\u201c entsteht, ist gut erkennbar. Nein, daher ist es kein Buzzword. Diskutiert werden kann das \u201ebald\u201c. Hier sehen wir unterschiedliche Geschwindigkeiten \u2013 abh\u00e4ngig von Unternehmen, Branchen, L\u00e4ndern. V\u00f6llig klar ist aber, dass neue Technologien zu innovativen Prozessen, Applikationen und Gesch\u00e4ftsmodellen f\u00fchren. Es muss daher das Verst\u00e4ndnis gef\u00f6rdert werden, welche Auswirkungen die neuen Entwicklungen und ihr enormes Tempo auf jeden Einzelnen, jedes Unternehmen, aber auch auf die Gesellschaft insgesamt haben. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die rasante <a href=\"https:\/\/execed.frankfurt-school.de\/home\/individuals\/digital-transformation\/certified-specialist-ai-for-business\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entwicklung und Verbreitung von KI<\/a> in den letzten Monaten und die Vielzahl der daraus resultierenden Ver\u00e4nderungen auf allen drei Ebenen.<\/p>\n<p>Passend zu diesem Thema erscheint Ende des Jahres im Frankfurt School Verlag das\u00a0Buch <a href=\"https:\/\/www.frankfurt-school-verlag.de\/programm\/digital_society.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDigital Society\u201c<\/a>, in dem die aktuellen Entwicklungen und ihre Konsequenzen im (weitgefassten) Kontext der Finanzbranche diskutiert werden. Besonders interessant ist der multidisziplin\u00e4re Ansatz, der Sichtweisen aus der Politik, Unternehmenspraxis, Beratung, Wissenschaft und von weiteren Interessengruppen zusammenbringt. Die Beitr\u00e4ge stammen fast durchgehend aus dem Top-Management. Das Buch wird herausgegeben von Dietmar Schmidt, Marcus W. Mosen und <a href=\"https:\/\/www.frankfurt-school.de\/de\/Person\/K1~~~~W2~~~~1~~\/J%C3%BCrgen%20Moormann\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prof. Dr. J\u00fcrgen Moormann<\/a>.<\/p>\n<p>Am 28. November findet dazu unsere Konferenz <a href=\"https:\/\/www.frankfurt-school-verlag.de\/verlag\/konferenz\/digital_society.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDigital Society 2023\u201c<\/a> statt. Erstklassige Referenten, Podien und Workshops warten an diesem Tag in der Frankfurt School of Finance &amp; Management auf Sie!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung ist f\u00fcr uns alle \u2013 egal ob beruflich oder privat \u2013 allgegenw\u00e4rtig. Die Vernetzung von Privatpersonen, Unternehmen, Branchen, Politik und Gesellschaft nimmt immer mehr zu. Daten, Analytik und Technologien spielen daher eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. 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