{"id":3536,"date":"2015-09-09T12:21:16","date_gmt":"2015-09-09T11:21:16","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=3536"},"modified":"2021-02-15T21:01:05","modified_gmt":"2021-02-15T20:01:05","slug":"weg-zum-ausbilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/weg-zum-ausbilder\/","title":{"rendered":"Mein skurriler Weg zum Ausbilder"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Azubimanagement der Frankfurt School f\u00fchren wir j\u00e4hrlich ca. 3.000 Auszubildende in Deutschland mit innovativen Lernmethoden und -konzepten erfolgreich durch die Pr\u00fcfung. Aber auch Ausbildern und Dozenten vermitteln wir die erforderlichen methodischen und didaktischen Qualifikationen f\u00fcr ihre t\u00e4gliche Arbeit.<\/strong><\/p>\n<p>Heute m\u00f6chte ich aber einmal meine ganz pers\u00f6nliche Geschichte erz\u00e4hlen und berichten wie ich den Weg zum Ausbilder gemeistert habe\u2026<\/p>\n<h2><strong>Vom Pantoffeltierchen zum<\/strong> D\u00f6nerladen<\/h2>\n<p>Mit meinem Wechsel von der Grundschule auf das Gymnasium zeigte es sich: Lieblingssch\u00fcler der Lehrer \u2013 werde ich nie! Dabei war es wie bei vielen anderen auch: es war weniger mangelnde Intelligenz als vielmehr die eigene Faulheit, die mir jedes Jahr einen blauen Brief einbrachte. Die Frage, die sich mir stellte war: was hilft es mir in meinem Leben, wenn ich wei\u00df, wie sich Pantoffeltierchen fortpflanzen?<\/p>\n<p>Die typischen Herausforderungen der Jugend, der falsche Umgang im Freundeskreis, pers\u00f6nliche Schicksalsschl\u00e4ge und die Faulheit, die immer \u00fcberm\u00e4chtiger wurde: schlie\u00dflich verlie\u00df ich die Schule ohne Abi. Egal \u2013 ich hatte die \u201eMittlere Reife\u201c und war vollj\u00e4hrig. Aber hatte ich mir Gedanken dar\u00fcber gemacht wie es weiter geht? NEIN!<\/p>\n<p>Also am besten eine Ausbildung machen! Und wenn ich nichts finde, dann zur Bundeswehr. \u00dcber eineinhalb Jahre wurde das alles nichts. Einen Ausbildungsplatz zu finden war 2008 noch schwieriger als heute. \u00dcber Wasser gehalten hat mich in dieser ganzen Zeit ein Job in einem D\u00f6nerladen mit wunderbaren Arbeitsbedingungen:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li>Arbeitszeit: Montag bis Sonntag, 8 Stunden t\u00e4glich<\/li>\n<li>Verdienst: Mindestlohn \u2013 was ist das?<\/li>\n<li>Gef\u00fchl am Abend: als h\u00e4tte ich am Spie\u00df geklebt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aber: Ich durfte in dieser Zeit eine andere Kultur kennen und auch lieben lernen. Das hat mich stark gepr\u00e4gt und menschlich weitergebracht. Trotzdem musste ich mich fragen: \u201eWill ich so mein weiteres berufliches Leben verbringen?\u201c<\/p>\n<h2><strong>Ich:<\/strong> ein<strong> Streber!<\/strong><\/h2>\n<p>Und dann kam sie: meine zweite Chance. Endlich fand ich einen Ausbildungsplatz. Jackpot: Azubi in einer Bank! Nach der Zusage, feierte ich ausgiebig und gab die Suche nach der Antwort auf die Frage, warum gerade ich einen so begehrten Ausbildungsplatz bekam, auf. Anscheinend hatte man etwas in mir gesehen. Tats\u00e4chlich \u00e4nderte sich nun alles: ich hatte den Willen, aus dieser Chance das Beste zu machen. Diese Einstellung strahlte ich anscheinend auch aus und so wurde ich gefordert und gef\u00f6rdert. Es machte auch einfach Spa\u00df! In zweieinhalb Jahren Ausbildung habe ich mehr gelernt als in neun Jahren Gymnasium.<\/p>\n<p>Ergebnis: Jahrgangsbester! Ich habe es geschafft \u2013 eine tolle Zeit mit tollen Menschen!<\/p>\n<p>In dieser Zeit wurde mir bewusst, dass es das ist, was ich will: Teil der Ausbildung sein. So wie es bei mir war, wollte ich auch anderen die M\u00f6glichkeit geben, ihr Leben in die Hand zu nehmen und erfolgreich in der Berufswelt anzukommen, meine Erfahrungen mit Azubis teilen und ihnen helfen sich weiter zu entwickeln, mit allen H\u00f6hen und Tiefen w\u00e4hrend der Ausbildungszeit.<br \/>\nNach der Ausbildung verfolgte ich mein Ziel und bildete mich berufsbegleitend weiter, absolvierte Online-Kurse zur <a href=\"http:\/\/www.fs.de\/adao%20\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Ausbildereignungspr\u00fcfung (AdA)<\/strong><\/a> an der Frankfurt School und arbeitete ehrenamtlich als Pr\u00fcfer f\u00fcr den IHK-Pr\u00fcfungsausschuss.<\/p>\n<p>Heute, mit 27 Jahren, bin ich von Beruf Ausbilder von 78 Auszubildenden und arbeite an der Frankfurt School. Ich arbeite mit jungen Menschen, die alle mit den unterschiedlichsten Herausforderungen k\u00e4mpfen und wie ich damals den Weg in die Berufswelt starten. Man begleitet die Youngsters vom ersten Tag an bis zum Ende der Ausbildung und manchmal noch weiter \u2013 und es wird einem gedankt!<\/p>\n<p>Besonders sch\u00f6n ist, dass alle eine kleine Pr\u00e4gung ihres Ausbilders bei ihrer t\u00e4glichen Arbeit tragen. Auch nach ihrer Ausbildung verfolge ich oftmals den weiteren Werdegang und freue mich \u00fcber die unterschiedlichen Entwicklungen meiner Azubis \u2026 und es macht mich stolz einen Teil zu ihrem Berufsleben beigetragen zu haben.<\/p>\n<h2><em>\u201e<\/em>Ob ich heute in meinem Leben etwas anders gemacht h\u00e4tte?<\/h2>\n<p><strong>Nur, wenn es mich dann auch hierher bringen w\u00fcrde \u2013 als Ausbilder der Frankfurt School. Ich kann mir derzeit keinen sch\u00f6neren Beruf vorstellen<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Azubimanagement der Frankfurt School f\u00fchren wir j\u00e4hrlich ca. 3.000 Auszubildende in Deutschland mit innovativen Lernmethoden und -konzepten erfolgreich durch die Pr\u00fcfung. Aber auch Ausbildern und Dozenten vermitteln wir die erforderlichen methodischen und didaktischen Qualifikationen f\u00fcr ihre t\u00e4gliche Arbeit. 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