{"id":37674,"date":"2025-02-26T09:00:33","date_gmt":"2025-02-26T08:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=37674"},"modified":"2025-02-26T09:38:42","modified_gmt":"2025-02-26T08:38:42","slug":"berufsbegleitend-zum-betriebswirt-warum-es-sich-lohnt-dran-zu-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/berufsbegleitend-zum-betriebswirt-warum-es-sich-lohnt-dran-zu-bleiben\/","title":{"rendered":"Berufsbegleitend zum Betriebswirt: Warum es sich lohnt dran zu bleiben"},"content":{"rendered":"<p>Ich erinnere mich, wie ich im Herbst 2009 mit einem Kollegen bei unserem Stamm-Italiener sa\u00df. Frisch nach der Ausbildung zum Kaufmann f\u00fcr Versicherungen und Finanzen war ich selbst als Berufseinsteiger bei der Sparkassen-Versicherung im Au\u00dfendienst untergekommen. Wir unterhielten uns \u00fcber die zu dem Zeitpunkt recht neu eingef\u00fchrte Einheit bei der Sparkasse in Dresden &#8211; das Private Banking. Das Private Banking schien uns ein unerreichbarer Kosmos &#8211; ein eigenes, geschlossenes Universum, welches nur mit Studium zu erreichen schien. Ich selbst habe mich lange gegen das Studieren neben dem Job gewehrt \u2013 ich war froh nach der Ausbildung mit dem Beruf starten zu k\u00f6nnen und mein eigenes Geld zu verdienen. Nach drei Jahren Berufserfahrung entschied ich mich dann doch f\u00fcr den Fachwirt f\u00fcr Versicherungen und Finanzen, bei einem privaten Bildungstr\u00e4ger als nebenberufliche, zweij\u00e4hrige Weiterbildung. Nach dem Fachwirt-Abschluss kam noch, subventioniert durch den Arbeitgeber, der Ausbilderschein hinterher. Das Betriebswirt-Studium stand f\u00fcr mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Debatte, da ich zun\u00e4chst eine Pause des nebenberuflichen Lernens einlegen wollte.<\/p>\n<h2>Die Zulassung zum Betriebswirt-Studium<\/h2>\n<p>Durch gl\u00fcckliche Umst\u00e4nde wechselte ich 2018 dann von der Versicherung zur Bank &#8211; letztlich hat mir das auch zun\u00e4chst der IHK-Fachwirt erm\u00f6glicht. Da ich mich immer mehr f\u00fcr das Bankengesch\u00e4ft und Kapitalm\u00e4rkte begeisterte, konnte ich mich recht schnell zu einer auf Wertpapiere spezialisierte Stelle hocharbeiten. Durch eigene Anstrengungen konnte ich im April 2023 eine Woche in unserem Private Banking, speziell im Investmentmanagement, hospitieren. Mir war recht schnell klar, dass hier mein Traumjob auf mich wartete. Aber es war auch klar, dass ich mit meinem zu dem Zeitpunkt knapp neun Jahre alten Fachwirt kaum eine Chance auf einen Einstieg hatte. Also hie\u00df es von Seiten der F\u00fchrungskr\u00e4fte: \u201eDenken Sie doch irgendwann noch einmal \u00fcber ein Studium oder eine weitere Weiterbildung nach.\u201c Einer meiner Kollegen absolvierte bereits den <a href=\"http:\/\/www.fs.de\/bw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Betriebswirt<\/a> an der Frankfurt School, in der Online-Variante. Nach Austausch mit dem Kollegen, welcher viel Positives \u00fcber den Studiengang berichtete, war ich mir zun\u00e4chst sehr unsicher, ob ich f\u00fcr das Studium \u00fcberhaupt zugelassen werden konnte.<\/p>\n<h2>The point of no return<\/h2>\n<p>Nach vielem Recherchieren und weiterem Austausch mit meinem \u00fcberaus geduldigen Kollegen, welcher bereits an der Frankfurt School studierte, holte ich mir zun\u00e4chst die Zusage meines Arbeitgebers f\u00fcr die zeitliche und finanzielle Unterst\u00fctzung. Bei meiner Recherche war schnell klar: Betriebswirt-Studium mit der Vertiefung Banking &amp; Finance, und das Ganze 10 Monate als Online-Studium sollte es werden. Also kontaktierte ich die Ansprechpartnerin an der Frankfurt School, welche mir nach Zusendung meines Lebenslaufes eine Zusage f\u00fcr das Studium zum Betriebswirt best\u00e4tigte. Das war dann der point of no return.<\/p>\n<h2>Das Leben geht weiter &#8211; auch w\u00e4hrend des Studiums<\/h2>\n<p>Nach Erhalt des Zugangs zur Online-Plattform wurde recht schnell klar, dass hier alles verst\u00e4ndlich, gut organisiert und strukturiert ist. Die Unterlagen wirkten \u00fcbersichtlich und verst\u00e4ndlich sowie logisch aufgebaut, zudem war alles sehr gut organisiert. Das hat gerade zu Beginn viel Angst genommen. Ziel war es von Beginn an keine einzige Vorlesung zu verpassen, was ich auch ausnahmslos durchgezogen habe. Die Vorlesungszeiten mittwochs und samstags lie\u00dfen sich sehr gut in meinen pers\u00f6nlichen (Arbeits-)Alltag einbauen. Zu Beginn des Studiums hat die Frankfurt School einen freiwilligen Finanzmathematik-Kurs angeboten. Gerade f\u00fcr jemanden wie mich war dieser Kurs essentiell, da dieser mir das notwendige Wissen vermittelte, die mich\u00a0 durch das Studium gebracht haben und ich in meinem Arbeitsalltag anwenden kann. Schnell hat sich eine Routine f\u00fcr die Vorlesungen eingespielt und auch der erste Leistungsnachweis, in Form einer Projektarbeit, lie\u00df sich sehr gut in den Alltag integrieren. Eine Vorlesung zum Thema Finanzmanagement habe ich im Urlaub in der Toskana wahrgenommen, genauso wie das Schreiben an der Projektarbeit. Am Ende tat dies alles auch dem Urlaub keinen Abbruch. Durch einen klar strukturierten Studienplan von Beginn an, ohne kurzfristige \u00c4nderungen und Verschiebungen, lie\u00df sich das Studium inklusive Selbststudium insgesamt problemlos in den Arbeitsalltag und das Privatleben einplanen.<\/p>\n<h2>Return on Investment<\/h2>\n<p>Einer meiner Freunde fragte mich w\u00e4hrend eines Grillabends mal: \u201eWann kommt f\u00fcr Dich nach dem ganzen Lernen eigentlich der Return on Investment?&#8220;. Kurz nach der schriftlichen Pr\u00fcfung erhielt ich bei der Sparkasse Dresden die Gelegenheit, mich f\u00fcr die Wunschstelle im Private Banking vorzustellen, welche zu dem Zeitpunkt eher zuf\u00e4llig neu geschaffen wurde. Der Betriebswirt war mehrfach Thema im Vorstellungsgespr\u00e4ch &#8211; es wurde als \u00e4u\u00dferst positiv aufgefasst, dass die Bereitschaft da ist, sich neben der Arbeit weiterzubilden. Inhalte aus Studienthemen wie Risikomanagement, Finanzmanagement und Portfoliomanagement waren teilweise fachliche Themen im Vorstellungsgespr\u00e4ch. Die also bereits im noch nicht einmal abgeschlossenen Studium erlernten Inhalte haben mir letztlich schon etwas gebracht. Nicht zuletzt, weil ich zwei Wochen sp\u00e4ter die Zusage f\u00fcr die Stelle erhielt. Der Betriebswirt an der Frankfurt School hat sich f\u00fcr mich also schon gelohnt &#8211; noch bevor er \u00fcberhaupt abgeschlossen war. Die Frage meines guten Freundes war damit also beantwortet.<\/p>\n<h2>Ende gut alles gut<\/h2>\n<p>Nach dem letzten bestandenen Leistungsnachweis in Form einer Seminararbeit, ging es im Januar 2025 f\u00fcr zwei Tage nach Frankfurt zum Modul \u201eBankensimulation\u201c und zur Abschlussveranstaltung. Die beiden Tage haben sich als intensiv und anspruchsvoll, aber als gro\u00dfartige Erfahrung herausgestellt. Die Abschlussveranstaltung habe ich selbst als \u00e4u\u00dferst w\u00fcrdevoll und wertsch\u00e4tzend empfunden. In den letzten Stunden des Studiums wird einem selbst noch einmal klar, was da eigentlich die letzten zehn Monate getan und letztlich erreicht wurde. Auch zehn Jahre nach meinem \u201eexternen\u201c Fachwirt, auch neben der Arbeit. Und am Ende sitze ich heute wieder beim Italiener und unterhalte mich mit Kollegen \u00fcber das Private Banking. Nur bin ich diesmal ein Teil davon \u2013 was ich ohne das Betriebswirt-Studium an der Frankfurt School nicht geschafft h\u00e4tte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich erinnere mich, wie ich im Herbst 2009 mit einem Kollegen bei unserem Stamm-Italiener sa\u00df. Frisch nach der Ausbildung zum Kaufmann f\u00fcr Versicherungen und Finanzen war ich selbst als Berufseinsteiger bei der Sparkassen-Versicherung im Au\u00dfendienst untergekommen. 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