{"id":4934,"date":"2016-02-29T11:43:52","date_gmt":"2016-02-29T10:43:52","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=4934"},"modified":"2022-06-21T13:00:14","modified_gmt":"2022-06-21T12:00:14","slug":"digital-marketing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/digital-marketing\/","title":{"rendered":"Digital Marketing"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h2>Bisher: Offline-Marketing<\/h2>\n<p>Ein halbes Jahrhundert lang haben Verbraucher vor allem Offline-Medien genutzt \u2013 in erster Linie Fernsehen, Rundfunk und Printmedien. Um die gew\u00fcnschte Zielgruppe anzusprechen, dachten sich Marketing-Fachleute also ausgekl\u00fcgelte Werbekampagnen aus und gaben eine Menge Geld aus, um ihre Werbung unters Volk zu bringen. Dann mussten sie oft wochen- oder monatelang geduldig auf positive Resonanz warten. H\u00e4ufig lie\u00df sich der Erfolg derartiger Kampagnen kaum messen, daher waren sie in Marketingkreisen ber\u00fcchtigt als reine Geldverschwendung.<\/p>\n<h2>K\u00fcnftig: Online-Marketing<\/h2>\n<p>Seit der Jahrtausendwende zeichnen sich allerdings einschneidende Ver\u00e4nderungen ab. Das Internet spielt im Alltag der Konsumenten eine gr\u00f6\u00dfere Rolle als kaum eine andere Technologie zuvor. Heute entf\u00e4llt \u00fcber die H\u00e4lfte unseres Medienkonsums auf digitale Kan\u00e4le. Smartphones, Tablets und Laptops sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, YouTube und Netflix laufen dem klassischen Fernsehen den Rang ab, statt UKW-Radiosender sind Spotify und Audio-Streaming angesagt, und gegen Websites und E-Papers sind die Druckausgaben von Zeitungen und Zeitschriften ein alter Hut.<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/3-wTw0qRiR4\" width=\"425\" height=\"350\"><\/iframe><\/p>\n<h2>Die Vorteile des digitalen Marketings<\/h2>\n<p>Im Zuge des ver\u00e4nderten Medienkonsums der Verbraucher er\u00f6ffnen sich den Unternehmen auch andere M\u00f6glichkeiten, ihre Zielgruppen zu erreichen. Die Ansprache der Konsumenten \u00fcber digitale Kan\u00e4le \u2013 also das digitale Marketing \u2013 bietet gegen\u00fcber dem herk\u00f6mmlichen Offline-Marketing mehrere Vorteile.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal k\u00f6nnen Unternehmen spezifische Konsumenten inzwischen viel gezielter ansprechen. Heute kann ein Online-H\u00e4ndler seine Werbung beispielsweise auf Verbraucher beschr\u00e4nken, die in den vergangenen 48 Stunden den Online-Shop besucht haben. Es geht sogar noch individueller: Hat eine potenzielle Kundin sich auf der Website ein bestimmtes Produkt angesehen \u2013 ein Paar rote Schuhe etwa \u2013, kann der H\u00e4ndler genau diese Schuhe in seine Werbebotschaft an diese Kundin einbauen. Kein Wunder, dass die gezielte Ansprache individueller Verbraucher sowie eine auf die Einzelne oder den Einzelnen zugeschnittene Werbebotschaft sehr viel effektiver sind als das herk\u00f6mmliche Offline-Marketing, bei dem einheitliche Werbung an breit gestreute Verbrauchersegmente geht. Letzteres bedeutet, dass Unternehmen einen Gro\u00dfteil ihres Marketingetats f\u00fcr die falsche Zielgruppe aufwenden und damit verschwenden.<\/p>\n<p>Ein weiterer gro\u00dfer Vorteil des digitalen Marketings ist die M\u00f6glichkeit, den Erfolg zu messen. Beim Offline-Marketing lie\u00df sich h\u00e4ufig nicht mit Bestimmtheit sagen, ob eine Kundin bzw. ein Kunde die Werbung gesehen hatte, und wenn ja, ob diese einen Einfluss auf die Kaufentscheidung hatte. Bei der Online-Werbung ist das anders: Es ist m\u00f6glich, die Aktivit\u00e4ten einzelner Verbraucher im Zeitverlauf und sogar auf mehreren Ger\u00e4ten zu verfolgen. So erfahren Werbetreibende, dass eine Kundin bzw. ein Kunde vor dem Kauf zum Beispiel eine Facebook-Werbeanzeige zuerst auf dem Smartphone gesehen, anschlie\u00dfend auf dem Laptop das Produkt gegoogelt und schlie\u00dflich auf dem Tablet einen Werbespot angeklickt hat. Mit einem Schlag brauchen sich Werbetreibende nicht mehr zu fragen, ob ihre Werbung Wirkung zeigt, denn jetzt ist sie messbar.<\/p>\n<p>Die Messung der Werbewirksamkeit bringt die F\u00e4higkeit zur Optimierung mit sich. Beim digitalen Marketing ist es kein Problem, zwei unterschiedliche Werbekampagnen mit dem sogenannten A\/B-Testing gegeneinander abzuw\u00e4gen. Werbeplattformen wie Google verf\u00fcgen sogar eigens \u00fcber integrierte Funktionalit\u00e4ten f\u00fcr A\/B-Tests und helfen Werbetreibenden so, ihre Marketingausgaben zu optimieren.<\/p>\n<p>Das digitale Marketing erlaubt es Unternehmen, Konsumenten punktgenau anzusprechen, spezifische Verbraucher auf der Grundlage gesammelter Daten erneut anzusprechen und den Erfolg ihrer Werbekampagnen zu messen. Au\u00dferdem bietet es eine Menge Optimierungstools. Das alles macht das digitale Marketing \u00e4u\u00dferst attraktiv. Warum tun sich dann viele Unternehmen so schwer, es umfassend zu nutzen?<\/p>\n<h2>Die Herausforderung f\u00fcr Unternehmen beim Einsatz digitaler Marketinginstrumente<\/h2>\n<p>Ein Grund f\u00fcr das Z\u00f6gern bei der r\u00fcckhaltlosen Umsetzung des digitalen Marketings ist sicherlich seine Neuartigkeit. Obwohl sich das Internet seit etwa 15 Jahren zu einem Mainstream-Ph\u00e4nomen entwickelt hat, sind digitale Marketinginstrumente noch im Wandel begriffen \u2013 sie kommen und gehen schnell. Vor f\u00fcnf Jahren war mobile Werbung noch ein Nischenph\u00e4nomen. Heute k\u00f6nnen sich viele Konsumenten ein Leben ohne ihr Smartphone gar nicht mehr vorstellen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist es gar nicht so leicht, die verschiedenen digitalen Marketinginstrumente, wie zum Beispiel Display- und Suchmaschinenwerbung oder virales Marketing und Social Media, zu verstehen und richtig einzusetzen. Die Schwierigkeit besteht n\u00e4mlich nicht nur darin, dass man f\u00fcr viele digitale Marketinginstrumente eine geh\u00f6rige Portion technisches Fachwissen braucht. Es gibt noch ein weiteres Problem: Da diese Instrumente noch relativ neu sind, gibt es bisher keine bew\u00e4hrte Methode, sie effektiv zu nutzen, sodass Werbetreibende das Risiko eingehen, ihr Ziel zu verfehlen.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr Unternehmen beim erfolgreichen Einsatz des digitalen Marketings ist allerdings weder die Neuartigkeit noch das Risiko. Es ist vielmehr eine Frage der Einstellung. In den letzten 50 Jahren haben sich Marketing-Fachleute bei Entscheidungen auf ihr Gesp\u00fcr, ihre Erfahrung und ihr Bauchgef\u00fchl verlassen. Das digitale Marketing macht der Spekulation ein Ende. Unternehmen k\u00f6nnen \u2013 und sollten \u2013 kontinuierlich testen, messen und optimieren. Heute sind im Marketing analytische F\u00e4higkeiten mindestens genauso gefragt wie Intuition.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisher: Offline-Marketing Ein halbes Jahrhundert lang haben Verbraucher vor allem Offline-Medien genutzt \u2013 in erster Linie Fernsehen, Rundfunk und Printmedien. Um die gew\u00fcnschte Zielgruppe anzusprechen, dachten sich Marketing-Fachleute also ausgekl\u00fcgelte Werbekampagnen aus und gaben eine Menge Geld aus, um ihre Werbung unters Volk zu bringen. 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