{"id":5327,"date":"2016-04-04T14:09:41","date_gmt":"2016-04-04T14:09:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=5327"},"modified":"2019-02-20T14:29:58","modified_gmt":"2019-02-20T13:29:58","slug":"wirtschaftsspionage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/wirtschaftsspionage\/","title":{"rendered":"Wirtschaftsspionage \u2013 Ihre Unternehmensdaten im Visier fremder Nachrichtendienste"},"content":{"rendered":"<p>Wirtschaftsspionage geschieht im staatlichen Auftrag und richtet in Deutschland j\u00e4hrlich Sch\u00e4den in H\u00f6he von ca. 50 Milliarden Euro an. Hiervon betroffen sind nicht nur gro\u00dfe Konzerne, die sogenannten Global-Player, sondern insbesondere kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen mit ihren innovativen Produkten und ihrem Know-how.<\/p>\n<h2><strong>Kleinere und mittelst\u00e4ndische Unternehmen stehen im Fadenkreuz<\/strong><\/h2>\n<p>Doch gerade diese Unternehmen sind sich der Gefahren oftmals nicht bewusst. W\u00e4hrend fr\u00fcher in erster Linie die R\u00fcstungsindustrie und einige wenige Schl\u00fcsselindustrien von Wirtschaftsspionage betroffen waren, werden heute Unternehmen aller Branchen gleicherma\u00dfen ausspioniert.<\/p>\n<h2><strong>E-Mails mit Trojanern im Anhang<\/strong><\/h2>\n<p>Wirtschaftsspione gehen mit der Zeit. Der Spion alter Art, der in ein Unternehmen \u201eeingeschleust\u201c wird, um sensible Daten oder Know-how zu stehlen, geh\u00f6rt der Vergangenheit an. Unternehmen werden heute in erster Linie elektronisch angegriffen, beispielsweise mit sogenannten Trojanern, einer Schadsoftware, die im Anhang einer E-Mail versteckt ist und Einzug ins Unternehmensnetzwerk erh\u00e4lt, sobald dieser E-Mail Anhang ge\u00f6ffnet wird. Dieser Trojaner sendet in der Folgezeit Daten, und zwar die Daten des Unternehmens, an den Angreifer. Besonders tragisch ist dieses f\u00fcr produzierende Unternehmen. Im Zeitalter von Industrie 4.0 sind Produktionsprozesse oft mit der IT des Unternehmens vernetzt, so dass der Angreifer letztendlich Zugriff auf die Produktionsprozesse erh\u00e4lt. Medialstes Beispiel f\u00fcr einen derart intelligent arbeitenden Trojaner ist sicherlich der Computerwurm Stuxnet, der in eine iranische Urananreicherungsanlage eingeschleust wurde und \u00fcber ein Jahr das iranische Atomprogramm erfolgreich sabotierte. Aber nicht nur iranische Atomkraftwerke sind von Spionage- oder Sabotageangriffen bedroht, mittlerweile ist statistisch gesehen jedes dritte Unternehmen in Deutschland bereits Opfer zumindest eines Spionageversuches geworden. Die E-Mails, mit denen die Schadsoftware in Unternehmen eingeschleust wird, sind mittlerweile so professionell konzipiert, dass sie nicht als F\u00e4lschung zu erkennen sind. Sehr beliebte technische Spionagetools sind auch USB-Sticks oder Keylogger.<\/p>\n<h2><strong>Smartphones als Spionagetools<\/strong><\/h2>\n<p>Auch unsere Smartphones funktionieren in der heutigen Zeit wie Computer und sind ebenso leicht angreifbar. Durch entsprechende Schadsoftware kann ein Smartphone unbemerkt zu einer Art Wanze umfunktioniert werden. Nimmt man dieses Ger\u00e4t dann in eine vertrauliche Besprechung mit, wird der gesamte Inhalt an den Angreifer \u00fcbertragen. Zudem k\u00f6nnen s\u00e4mtliche auf dem Ger\u00e4t befindlichen Daten ausgelesen und alle gef\u00fchrten Telefonate mitgeh\u00f6rt werden.<br \/>\nEine Aufz\u00e4hlung der Methoden, wie Wirtschaftsspionage betrieben wird, lie\u00dfe sich \u00fcber mehrere Seiten fortsetzen, als Stichworte seien nur Soziale Netzwerke oder Social Engineering genannt.<br \/>\nDas Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik legte bereits in seinem Lagebericht 2009 dar, dass herk\u00f6mmliche Sicherheitsma\u00dfnahmen wie Firewalls und Virenschutzprogramme nicht mehr ausreichen, um sich wirksam gegen Wirtschaftsspionage zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<h2><strong>Schutz durch ganzheitliche Sicherheitskonzepte<\/strong><\/h2>\n<p>Der Schutz eines Unternehmens kann in der heutigen Zeit nur in einem ganzheitlichen Sicherheitskonzept, das sich aus den Komponenten Organisation, Awareness und Technik zusammensetzt, bestehen. Unternehmenssicherheit ist mehr als IT Sicherheit. Sicherheitskonzepte m\u00fcssen nicht immer teuer sein, sie sollten aber innovativ und auf das entsprechende Unternehmen abgestimmt sein, um der heutigen Gefahrensituation gerecht zu werden. Unternehmen sind daher gut beraten, sich fr\u00fchzeitig mit dem Thema Sicherheit zu besch\u00e4ftigen, da nur ein erfolgreicher Angriff auf das Unternehmen unter Umst\u00e4nden erhebliche Sch\u00e4den verursachen kann.<\/p>\n<h2><strong>Best Practice in der Frankfurt School<\/strong><\/h2>\n<p>In den Zertifizierungsstudieng\u00e4ngen \u201e<a href=\"http:\/\/www.frankfurt-school.de\/content\/de\/seminar\/governance\/zertifizierung\/csm.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Certified Security Manager<\/a>\u201c und \u201e<a href=\"http:\/\/www.frankfurt-school.de\/content\/de\/seminar\/governance\/zertifizierung\/cfm.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Certified Fraud Manager<\/a>\u201c der Frankfurt School wird Teilnehmern regelm\u00e4\u00dfig ein \u00dcberblick \u00fcber die aktuelle Bedrohungslage im Bereich Wirtschaftsspionage und die neuesten Angriffsmethoden gegeben. In mitunter auch fachpraktischen \u00dcbungen werden Mechanismen zur Konzeption erfolgreicher Abwehrstrategien und zum Aufbau eines professionellen, ganzheitlichen Sicherheitskonzeptes f\u00fcr Unternehmen vermittelt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaftsspionage geschieht im staatlichen Auftrag und richtet in Deutschland j\u00e4hrlich Sch\u00e4den in H\u00f6he von ca. 50 Milliarden Euro an. Hiervon betroffen sind nicht nur gro\u00dfe Konzerne, die sogenannten Global-Player, sondern insbesondere kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen mit ihren innovativen Produkten und ihrem Know-how. 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