{"id":6096,"date":"2016-06-27T08:41:31","date_gmt":"2016-06-27T07:41:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=6096"},"modified":"2023-10-10T12:28:17","modified_gmt":"2023-10-10T11:28:17","slug":"wirtschaftskriminalitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/wirtschaftskriminalitat\/","title":{"rendered":"Wirtschaftskriminalit\u00e4t: Detektive, Agenten und Spione"},"content":{"rendered":"<p><strong>Organisierte Kriminalit\u00e4t ist ein knallhartes Business, gegen das man sich sch\u00fctzen kann. Viel gef\u00e4hrlicher ist Wirtschaftkriminalit\u00e4t &#8211; wenn externe und interne Gefahrenquellen untersch\u00e4tzt oder einfach ignoriert werden.\u00a0 Hier hilft Aufkl\u00e4rung!<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6074\" src=\"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/james-bond-1015612_1280-460x460-1.png\" alt=\"james-bond-1015612_1280\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Sieht als Zeichnung vielleicht harmlos aus \u2013 aber viele Unternehmen sind im Visier von Industriespionage ohne es zu glauben oder zu wissen \u2013 Bildquelle: Pixabay<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei diesen Schlagworten bl\u00fcht bei Vielen die Fantasie auf: James-Bond, Die Drei Fragezeichen oder geheimnisvolle Spionagekameras und, und, und.* Was in der Vorstellungskraft aufregend und abenteuerlich anmutet, ist f\u00fcr deutsche Unternehmen oftmals bittere Realit\u00e4t. Denn dort reihen sich in diese Aufz\u00e4hlung zus\u00e4tzlich die internen und externen Wirtschaftskriminelle ein,\u00a0 die deutschen Unternehmen einen gesch\u00e4tzten Schaden von j\u00e4hrlich 4,65 Mrd EUR verursachen (<strong><a href=\"http:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/200605\/umfrage\/schadenssumme-durch-wirtschaftskriminalitaet-in-deutschland\/\">Statista 2016 \u2013 Quelle: Bundeskriminalamt<\/a><\/strong>)<\/p>\n<h2>Wirtschaftskriminalit\u00e4t ist alles andere als harmlos<\/h2>\n<p>Die j\u00e4hrlich erscheinende Studie <a href=\"http:\/\/www.pwc.de\/de\/risiko-management\/assets\/studie-wirtschaftskriminalitaet-2016.pdf\"><strong>Wirschaftskriminalit\u00e4t in der analogen und digitalen Wirtschaft 2016, <\/strong><\/a>erstellt von PwC und der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg,\u00a0 dokumentiert den ungebrochenen Anstieg der Straftaten: \u201e51 Prozent der (720, Anm. d. Red.) Unternehmen waren von Wirtschaftskriminalit\u00e4t betroffen. Betrugsdelikte haben zugenommen. Ein R\u00fcckgang zeigt sich bei Verst\u00f6\u00dfen gegen Patent- und Markenrechte sowie beim Diebstahl vertraulicher Kunden- und Unternehmensdaten\u201c.\u00a0 Etwa die H\u00e4lfte der Staftaten werden \u00fcber das Internet lanciert als sogenannter Cybercrime ver\u00fcbt. Und 30\u00a0 Prozent der Wirtschaftsdelikte lassen sich der organisierten Kriminalit\u00e4t zuordnen. Detektive, Agenten und Spione sind also l\u00e4ngst Bestandteil unseres Wirtschaftslebens.<\/p>\n<h3>Unglaube sch\u00fctzt nicht vor Sch\u00e4den<\/h3>\n<p>Es ist nicht so, dass Unternehmen sich nicht zu sch\u00fctzen w\u00fcssten. Aber woran liegt es, dass manche Unternehmen unzureichend gesch\u00fctzt und vorbereitet sind?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6104 alignleft\" src=\"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/2016-06_Blog-Sicherheit-in-Unternehmen_Armin-Nilles_Grafik2.docx-460x155-1.png\" alt=\"2016 06_Blog Sicherheit in Unternehmen_Armin Nilles_Grafik2.docx\" width=\"460\" height=\"155\" \/><\/p>\n<p><em>Wissen alle Mitarbeiter, was in einem Verdachtsfall von Korruption oder der unfreiwilligen Preisgabe von Firmendaten zu tun ist? \u2013 Bildquelle: Pixabay<\/em><\/p>\n<h3>Das kaufm\u00e4nnische Kosten-\/Nutzen-Kalk\u00fcl<\/h3>\n<p>Ausgangspunkt ist h\u00e4ufig die Frage: Mit welcher Wahrscheinlichkeit k\u00f6nnte welcher Schaden (wann und wie oft) bei uns entstehen. Und wie hoch sind im Vergleich dazu die Kosten, einen sicheren Schutz dagegen herzustellen? Das setzt eine fundierte Bedrohungs-, Gef\u00e4hrdungs- und Risikoanalyse voraus. Immer, wenn aus Sicht des Fragestellers die Antwort hypothetisch und vage ist, verblasst der m\u00f6gliche Schaden im Vergleich zum Investment. Hier k\u00f6nnen eine sogf\u00e4ltige Analyse und der Mut unbequeme Wahrheiten auszusprechen die Erfolgswahrscheinlichkeit f\u00fcr mehr und bessere Schutzma\u00dfnahmen deutlich erh\u00f6hen. Auch die Second-Best-L\u00f6sung eine entsprechende Versicherung dagegen abzuschlie\u00dfen ist noch keine echte L\u00f6sung, wenn sie den Mangel \u00fcbert\u00fcnchen soll. Vielmehr f\u00fchrt die Versicherungsfrage dazu, dass der Versicherungsgeber sich ein Bild \u00fcber die implementierten Schutzma\u00dfnahmen verschaffen will (vgl. <a href=\"http:\/\/www.cebit.de\/de\/news\/aktuelle-meldungen\/cybercrime-so-denken-die-versicherungen.xhtml\"><strong>Interview<\/strong> <\/a>mit Peter Gra\u00df vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)).<\/p>\n<h3>Verantwortung und Awareness<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.frankfurt-school.de\/content\/de\/who_we_are\/staff\/rossbach.html\"><strong>Professor Dr. Peter Ro\u00dfbach<\/strong><\/a> von der Frankfurt School hat exemplarisch mit seiner Studie \u201eDer Mitarbeiter als Komponente der Informationssicherheit\u201c herausgearbeitet, dass in der Vergangenheit sehr auf technische und organisatorische Elemente der Sicherheitskonzeption geachtet wurde und dem Menschen als eigener Faktor leider zu wenig Bedeutung zugemessen wurde.\u00a0 Mitarbeiter m\u00fcssen wissen, was jeder Einzelne tun kann und muss. Sie m\u00fcssen zus\u00e4tzlich auch als verantwortlich f\u00fcr sicherheitskonformes Verhalten angesprochen werden und vor allem: Sie m\u00fcssen von der Wirksamkeit der Ma\u00dfnahmen \u2013 und damit der Wirksamkeit ihres eigenen Tuns \u2013 \u00fcberzeugt sein.\u00a0 Sogenannte Awareness-Ma\u00dfnahmen sind damit nicht nur Schulungsma\u00dfnahmen. Sie unterst\u00fctzen den Aufbau einer entsprechend notwendigen Sicherheitskultur.<\/p>\n<h3>Unkenntnis, wirksame Ma\u00dfnahmen und \u00dcberpr\u00fcfung<\/h3>\n<p>Mitarbeiter k\u00f6nnen sich nur dann verantwortlich f\u00fchlen und handeln, wenn sie wissen, was von ihnen erwartet wird und was sie konkret tun k\u00f6nnen bzw. m\u00fcssen.\u00a0 Diese Verhaltensabsicht, sich regel- bzw. sicherheitskonform zu erhalten wird \u2013 so das Fazit von Professor Ro\u00dfbach \u2013 im besonderen Ma\u00df dadurch gest\u00e4rkt, dass die vom Mitarbeiter zu treffenden Ma\u00dfnahmen ihn so wenig wie m\u00f6glich an der Aus\u00fcbung seiner T\u00e4tigkeit behindern. Es sollte dem Mitarbeiter so einfach und leicht wie m\u00f6glich sein, das Richtige tun zu k\u00f6nnen.\u00a0 Und er sollte sich angemessen Zeit nehmen k\u00f6nnen und nicht unter Zeitdruck das Erstbeste tun. An die Wirksamkeit dieser Ma\u00dfnahmen muss regelm\u00e4\u00dfig erinnert \u2013 und \u00fcberpr\u00fcft! \u2013 werden.<\/p>\n<p>Unglaube und Unwissenheit sch\u00fctzen nicht vor Sch\u00e4den.\u00a0 Das Wissen alleine aber auch nicht.\u00a0 Mitarbeiter m\u00fcssen und wollen verstehen, wie sie Gef\u00e4hrdungen erkennen k\u00f6nnen, welche Ma\u00dfnahmen von ihnen selbst oder anderen Stellen eingeleitet werden k\u00f6nnen und wie sie einen wirksamen Beitrag zur Verhinderung von Wirtschafts-\/Internetkriminalit\u00e4t leisten.<\/p>\n<h2><strong>Gegen Wirtschaftskriminatlit\u00e4t und f\u00fcr mehr Unternehmenssicherheit<\/strong><\/h2>\n<p>Deutschlands Wirtschaft lebt in besonderem Ma\u00dfe von seinem ingenieuerwissenschaftlichen Wissen und seinen Produktinnovationen. Um diese G\u00fcter bestm\u00f6glich sch\u00fctzen k\u00f6nnen, haben wir mit <a href=\"http:\/\/www.frankfurt-school.de\/dms\/seminare\/broschueren-zertifikatsstudiengaenge\/CFM-0415-web--2-\/CFM.pdf\"><strong>Experten<\/strong> <\/a>aus\u00a0 Unternehmenssicherheit, Ermittlungsbeh\u00f6rden, Forensik\/Psychologie, Rechtsanwaltkanzleien und anderen mehr zwei berufsbegleitende Zertifikatsstudieng\u00e4nge entwickelt.<\/p>\n<ul>\n<li>Gegen Wirtschaftskriminalit\u00e4t: <a href=\"http:\/\/www.frankfurt-school.de\/content\/de\/seminar\/governance\/fraud\/cfm.html\"><strong>Certified Fraud Manager (CFM)<\/strong><\/a> \u2013 n\u00e4chster Start: 28. Oktober 2016<\/li>\n<li>F\u00fcr mehr Unternehmenssicherheit: <a href=\"http:\/\/www.frankfurt-school.de\/content\/de\/seminar\/governance\/security\/csm.html\"><strong>Certified Security Manager (CSM)<\/strong><\/a> \u2013 n\u00e4chster Start: 09. September 2016<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das jeweilige Curriculum entstand aus dem Bed\u00fcrfnis heraus, einen wirksamen Ausbildungsstandard f\u00fcr bereits berufst\u00e4tige Mitarbeiter in den jeweiligen Unternehmensbereichen zu etablieren.\u00a0 <strong>Damit bereiten sich Teilnehmer zieldienlich und vor allem praktisch auf entsprechende T\u00e4tigkeitsbereiche<\/strong> wie Interne Ermittlungen, Krisenstabs\u00fcbungen und Notfallmanagement, Personelle Sicherheit oder Verhinderung von Terrorismusfinanzierung vor.<\/p>\n<h2><strong>Frankfurt School vor Ort<\/strong><\/h2>\n<p>Wir unterst\u00fctzen auch in 2016 den <a href=\"https:\/\/www.stuttgart.ihk24.de\/blob\/sihk24\/serviceleiste\/stuttgartersicherheitskongress\/Kongresse_2009_2016\/3387220\/9c8531a471a225c9834cb9ad5bc45db8\/Einladungsfl yer--1--data.pdf\"><strong>8. Stuttgarter Sicherheitskongress in Stuttgart<\/strong><\/a> als Aussteller. Wenn Sie mit uns pers\u00f6nlich ins Gespr\u00e4ch kommen m\u00f6chten, schauen Sie einfach am 06. Juli 2016 vorbei.<\/p>\n<p>*zur gleichnamigen Sonderausstellung des <strong><a href=\"http:\/\/www.museum.speyer.de\/Deutsch\/Sonderausstellungen\/Detektive_Agenten_amp_Spione.htm\">Museum Speyer<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Organisierte Kriminalit\u00e4t ist ein knallhartes Business, gegen das man sich sch\u00fctzen kann. 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