{"id":7287,"date":"2017-01-20T14:18:21","date_gmt":"2017-01-20T13:18:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=7287"},"modified":"2019-02-20T15:20:47","modified_gmt":"2019-02-20T14:20:47","slug":"banker-bedeutet-dies-eigentlich-aktuell-und-wird-es-zukunft-bedeuten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/banker-bedeutet-dies-eigentlich-aktuell-und-wird-es-zukunft-bedeuten\/","title":{"rendered":"&quot;Banker&quot; &#8211; was bedeutet dies eigentlich aktuell und was wird es in Zukunft bedeuten?"},"content":{"rendered":"<p>Vor genau dieser Frage stand ich im Februar 2013 nach meiner erfolgreich abgelegten Pr\u00fcfung zum Bankkaufmann. Die Finanzkrise sorgte f\u00fcr immer mehr gravierende Umbr\u00fcche in der Bankenlandschaft. Keine Bank welche ohne Rationalisierungsma\u00dfnahmen \u00a0mehr auskam und die volle St\u00e4rke der neuen Marktteilnehmer im Online-Banking zu sp\u00fcren bekam.<\/p>\n<p>Da kommt man mit 18,5 Jahren dann schon einmal ins Gr\u00fcbeln &#8211; Und nun? &#8211; dachte ich mir. Eigentlich wollte ich nach der Ausbildung der Bank erst einmal den R\u00fccken kehren und mein Fachabitur nachholen. Doch mir wurde eine, so schien es mir, entspannte T\u00e4tigkeit f\u00fcr das Investment Banking angeboten. Ich sollte Backoffice T\u00e4tigkeiten \u00fcbernehmen und h\u00e4tte keinen Zahlen- und Vertriebsdruck, welcher mich zus\u00e4tzlich belastet h\u00e4tte. F\u00fcr mich stand bis dato fest, dass ich weder einen Beratungs- noch einen Servicejob (die beiden klassischen T\u00e4tigkeiten nach der Ausbildung zum Bankkaufmann) unter den zu der Zeit vorliegenden Gegebenheiten h\u00e4tte annehmen wollen. So kam ich dank folgender \u00dcberlegungen zu dem Entschluss die Stelle im Backoffice anzutreten: Ich behalte ein unbefristetes Arbeitsverh\u00e4ltnis, eine sichere monatliche Einnahme, die Sammlung von Berufserfahrung und die M\u00f6glichkeit mich berufsbegleitend weiterzubilden.<\/p>\n<p>Die ersten Monate mit der Einarbeitung im neuen Job vergingen. Trotzdem behielt ich das Thema Weiterbildung immer im Kopf. Denn desto l\u00e4nger man aus dem Lernen raus ist desto schwieriger wird der erneute Einstieg. Durch regelm\u00e4\u00dfigen Kontakt zu ehemaligen Azubi Kollegen kristallisierten sich dann relativ z\u00fcgig zwei m\u00f6gliche Weiterbildungsma\u00dfnahmen heraus. Einmal der Bankfachwirt und einmal der Wirtschaftsfachwirt. Nur welcher w\u00e4re denn nun der Richtige f\u00fcr mich? Da nicht mal ein halbes Jahr nach Ende meiner Ausbildung vergangen war stand ich wieder vor der selben Frage: &#8222;Banker&#8220; &#8211; was bedeutet dies eigentlich aktuell und was wird es in Zukunft bedeuten? Sollte ich nun also eine Weiterbildung in eine angeschlagene Branche vollziehen oder mir doch die Option f\u00fcr m\u00f6gliche Schritte in ein Industrieunternehmen offen halten? Ich entschied mich f\u00fcr letzteres. Oft fragte ich mich wo ich in zehn Jahren stehen k\u00f6nnte. Da erschien mir ein Industrieunternehmen mit all seinen unterschiedlichen Aufgabenbereichen tats\u00e4chlich wahrscheinlicher als eine Bank. So startete der Wirtschaftsfachwirt im Herbst 2013. Eine anstrengende aber auch spannende und interessante Zeit sollte vor mir liegen. Die Eingew\u00f6hnung \u00fcberwiegend Samstags Unterricht bzw. Vorlesungen zu besuchen erforderte viel Disziplin und ein gutes Zeitmanagement. Letztendlich endete der Fachwirt nach etwas mehr als zwei Jahren mit der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung im Februar 2016.<\/p>\n<p>Trotzdem \u00e4nderte sich meine Ansicht innerhalb des Fachwirts zu dem Thema wie es mit den Banken in Zukunft weitergehen k\u00f6nnte. Es setzte sich mehr und mehr die Meinung in meinem Kopf fest, dass es immer einen Bedarf an gebildeten, engagierten und motivierten Bankmitarbeitern geben wird. Hier w\u00fcrde sich dann buchst\u00e4blich die Spreu vom Weizen trennen. Denn nur wer sich aus der Masse abheben und herausstechen kann, der wird f\u00fcr Arbeitgeber im Bankensektor interessant sein und die M\u00f6glichkeit erhalten sich zu beweisen.<\/p>\n<p>Das \u00dcbrige erledigte dann mein Arbeitgeber, indem er auf berufsbegleitende Weiterbildungen zum Bachelor of Arts der Frankfurt School verwies. Ich informierte mich ausf\u00fchrlich \u00fcber den angebotenen Bachelor und kam zu dem Entschluss es anzupacken.<\/p>\n<p>Im Endeffekt ist vom Ablauf kein gro\u00dfer Unterschied zum Wirtschaftsfachwirt. Die Vorlesungen finden \u00fcberwiegend Samstags statt. Was ich als sehr positiv erachte ist die Nutzung eines iPads welches all unsere Lehrinhalte per App bereitstellt. So m\u00fcssen keine Skripte oder Unterlagen transportiert werden. Nach wie vor bin ich fest davon \u00fcberzeugt, dass mir der Bachelor of Arts zu attraktiven Karriere- und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten verhelfen kann. Dies unterstreiche ich mit dem Fakt, dass ich regelm\u00e4\u00dfig Anfragen aus Personalabteilungen gro\u00dfer Banken und Unternehmen erhalte, welche meinen Werdegang als \u00e4u\u00dferst interessant erachten und mich n\u00e4her kennenlernen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Das erste Semester neigt sich nun dem Ende zu. Mein Fazit l\u00e4sst sich bis dato so beschreiben, dass ich eine Bank und deren Strukturen deutlich besser verstehen kann. Viele Dinge werden im Arbeitsalltag einfach ohne zu hinterfragen hingenommen. Diese Themen erschlie\u00dfen sich mir von Vorlesung zu Vorlesung immer mehr. Dies soll aber auch nicht bedeuten, dass der Bachelor ein Selbstl\u00e4ufer ist. Ich habe trotzdem noch den Bedarf mir einige Dinge im Selbststudium zu verinnerlichen und zu festigen.<\/p>\n<p>Jeder Banker, der einen Wirtschaftsfachwirt absolviert hat, im Bankensektor bleiben m\u00f6chte und sich nochmal weiterbilden m\u00f6chte, der kommt um diesen Bachelorgang \u00a0garantiert nicht herum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor genau dieser Frage stand ich im Februar 2013 nach meiner erfolgreich abgelegten Pr\u00fcfung zum Bankkaufmann. Die Finanzkrise sorgte f\u00fcr immer mehr gravierende Umbr\u00fcche in der Bankenlandschaft. 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