{"id":8833,"date":"2017-10-23T07:30:25","date_gmt":"2017-10-23T06:30:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=8833"},"modified":"2023-10-25T13:15:55","modified_gmt":"2023-10-25T12:15:55","slug":"den-wertekompass-neu-justieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/den-wertekompass-neu-justieren\/","title":{"rendered":"Future of Work: Den Wertekompass neu justieren"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Wie geht es deutschen Unternehmen in Zeiten des kontinuierlichen Wandels? Eine Studie gibt Aufschluss.<\/strong><\/h3>\n<p>Im Jahr 2017 dreht sich in Wirtschaft und Politik vieles um den permanenten Wandel. Hei\u00dfe Luft? Panikmache? In unserer Studie \u201eDie Kraft zur Ver\u00e4nderung \u2013 \u00fcber den Umgang mit dem permanenten Wandel\u201c wollten wir wissen, wie es tats\u00e4chlich in den Unternehmen aussieht und haben Mitarbeiter und F\u00fchrungskr\u00e4fte gefragt, wie sie das Karussell der Innovationen, Produktlebenszyklen und Gesch\u00e4ftsmodelle erleben.<\/p>\n<h2><strong>Abwarten und Tee trinken?<\/strong><\/h2>\n<p>Das Ergebnis ist ein aktuelles Stimmungsbild aus der deutschen Unternehmenslandschaft. Es zeigt: Die Auswirkungen des permanent Change sind sicht- und f\u00fcr die Akteure in den Unternehmen sp\u00fcrbar. Methoden, wie \u201eAbwarten und Tee trinken\u201c \u2013 wie das bei manchem vermeintlichen \u201eTrend\u201c durchaus auch einmal angebracht sein kann \u2013 oder das Ignorieren unangenehmer Realit\u00e4ten gem\u00e4\u00df der Vogel-Strau\u00df-Taktik stellen daher wirklich keine Option dar.<\/p>\n<p>Die Wahrheit ist: St\u00e4ndig neue Situationen, Rahmen- und Arbeitsbedingungen sowie permanent sich \u00e4ndernde Strukturen und Prozesse k\u00f6nnen sich leistungsmindernd auswirken \u2013 auf Mitarbeiter, F\u00fchrungskr\u00e4fte und ganze Unternehmensorganisationen. Zun\u00e4chst einmal besteht ein Ver\u00e4nderungsdruck \u2013 man f\u00fchlt sich getrieben. 80 Prozent der Befragten sch\u00e4tzen den Ver\u00e4nderungsdruck auf deutsche Unternehmen gegenw\u00e4rtig als stark ein. 90 Prozent sehen auch in den kommenden f\u00fcnf Jahren keine Entspannung.<\/p>\n<h2><strong>Unternehmen unter Druck \u2013 heute und in Zukunft <\/strong><\/h2>\n<p>Die st\u00e4rksten Herausforderungen f\u00fcr die Mitarbeiter \u2013 so ergab unsere Studie \u2013 liegen in der steigenden Arbeitsintensivierung durch Verdichtung und Beschleunigung von Arbeitsprozessen sowie in der Zunahme mentaler Belastungen. Aspekte, die klare Risiken f\u00fcr die Gesundheit und die Leistungsf\u00e4higkeit der Arbeitnehmer darstellen. 80 Prozent der Studienteilnehmer sehen die Leistungsf\u00e4higkeit der Mitarbeiter gef\u00e4hrdet, 70 Prozent die Leistungsf\u00e4higkeit der Unternehmensorganisation. Und jetzt? Wie damit umgehen?<\/p>\n<h2><strong>Keine Angst vor kritischem Diskurs<\/strong><\/h2>\n<p>Die Antwort: Hinsehen und nachfragen, also die Ist-Situation analysieren: Was passiert im Unternehmen? Was dann gilt, ist: reden, reden, reden. Eine transparente, schnelle Kommunikation ist das A &amp; O \u2013 und zwar in Dialogform. Kritischer Austausch ist durchaus erw\u00fcnscht \u2013 schlie\u00dflich ist er auch der N\u00e4hrboden f\u00fcr L\u00f6sungen und Innovationen.<\/p>\n<p>Wer aber ist am st\u00e4rksten gefordert? Das Management? Die F\u00fchrungskr\u00e4fte, als Tausendsassas im Unternehmen? Die Mitarbeiter? Die Antwort ist: Alle gleicherma\u00dfen. Wegducken gilt nicht, wenn alle ein Interesse am Fortbestehen, an der Wettbewerbs- und Innovationsf\u00e4higkeit des Unternehmens haben.<\/p>\n<h2><strong>Raus aus der Komfortzone <\/strong><\/h2>\n<p>Blicken wir einmal auf den Mitarbeiter: Die F\u00e4higkeit des Einzelnen, mit Ver\u00e4nderungen umzugehen, ist eng daran gekn\u00fcpft, inwieweit jeder bereit ist, sich selbst zu ver\u00e4ndern und weiterzuentwickeln, seine Komfortzone zu verlassen und auch einmal Unsicherheiten auszuhalten. Es wird erforderlich sein, den pers\u00f6nlichen Wertekompass auf seine G\u00fcltigkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen. Und eventuell neu zu justieren.<\/p>\n<p>\u00dcber 80 Prozent der Studienteilnehmer aus Gro\u00dfunternehmen sehen die St\u00e4rkung des einzelnen Mitarbeiters als ma\u00dfgeblich unterst\u00fctzend bei der Bew\u00e4ltigung der Auswirkungen des permanen\u00adten Wandels. Denn es ist der Arbeitnehmer, der den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg macht, wenn er in seinem T\u00e4tigkeitsbereich eigenverantwort\u00adlich Entscheidungen f\u00e4llt, sich motiviert und qualifi\u00adziert seinen Aufgaben stellt und bereit und f\u00e4hig ist, auch in einer sich stark wandelnden Arbeitswelt jeden Tag sein Bestes zu geben.<\/p>\n<h2><strong>Tausendsassa F\u00fchrungskraft<\/strong><\/h2>\n<p>Vorgesetzten kommt hierbei, so ein Ergeb\u00adnis, das nicht \u00fcberrascht, eine besondere Bedeutung zu. Kommunikation und Vernetzung sowie eine F\u00fchrungskultur, die Orientie\u00adrung vermittelt und als Vorbild agiert, sind die Hebel, die es braucht, um in bewegten Zeiten mitgestalten zu k\u00f6nnen \u2013 kurzum: um ver\u00e4nderungsf\u00e4hig zu sein. Das ist nicht neu, muss aber neu gedacht werden. Insbesondere auf das gemeinsame inhaltliche Auseinandersetzen mit der Ver\u00e4nderung kommt es dabei an. Vorgesetzte haben die Aufgabe, den Sinn der Ver\u00e4nderung zu verdeutlichen und den internen Diskurs zu f\u00f6rdern. Aber: Dazu m\u00fcssen sie auch selbst bef\u00e4higt werden.<\/p>\n<h2><strong>Vermeintlich weiche Faktoren managen<\/strong><\/h2>\n<p>Von wegen soft skills &#8211; Den Unternehmenswerten und der Unternehmenskultur kommen \u00a0\u00fcberragende Rollen zu. Sie sind als ein Teilst\u00fcck der Unternehmens-DNA mit daf\u00fcr verantwortlich, wie die Menschen im Unternehmen miteinander umgehen, aber auch nach au\u00dfen agieren. Damit wird deutlich, dass die Unternehmen besonders in der Verantwortung sind. An ihnen ist es, Strukturen und Prozesse bereitzustellen, die ihren Mitarbeitern ein flexibles Arbeiten erm\u00f6glichen. Allen voran m\u00fcssen sie ihre Besch\u00e4ftigten dabei unterst\u00fctzen, in der bewegten Arbeitswelt gesund und leistungsf\u00e4hig zu bleiben. Es ist Aufgabe des Unternehmens, zu beantworten, wie sich Mitarbeiter und F\u00fchrungskr\u00e4fte in der Schnelllebigkeit, Offenheit und Komplexit\u00e4t der Entwicklungen orientieren und zu h\u00f6herer Anpassungsf\u00e4higkeit, Flexibilit\u00e4t und Stressresistenz bef\u00e4higen lassen. Hierf\u00fcr m\u00fcssen die Unternehmen lernen, auch die vermeintlich weichen Handlungsfelder Gesundheit und Leistungsf\u00e4higkeit der Mitarbeiter strategisch zu managen. Vor diesem Hintergrund wird ein Betriebliches Gesund\u00adheitsmanagement in den kommenden Jahren stark an Fahrt gewinnen, davon zeigen sich die Studienteilneh\u00admer \u00fcberzeugt.<\/p>\n<h2><strong>Was uns alle eint<\/strong><\/h2>\n<p>W\u00e4hrend sich das Ver\u00e4nderungskarussell der Arbeits\u00adwelt 4.0 dreht, bleibt eines konstant: der Wunsch nach gesunder Arbeit. Ein Interesse, welches Besch\u00e4ftigte und Betriebe eint. Denn gesunde Arbeit schafft die Be\u00addingungen f\u00fcr gesunde und leistungsf\u00e4hige Mitarbei\u00adter. Und ebnet so den Weg f\u00fcr Innovation, Fortschritt und Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Interesse an der Studie? N\u00e4here Informationen finden Sie auf\u00a0der ias\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ias-gruppe.de\/presse-und-publikationen\/publikationen.html?L=0%3FA%3D0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><u><span style=\"color: #0066cc;\">Unternehmensseite<\/span><\/u><\/a>.<\/p>\n<p>Auf\u00a0der Konferenz <a href=\"http:\/\/www.fs-verlag.de\/fow\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FUTURE OF WORK<\/a> werden wir auch diese Themen u.a. mit Frau Dr. Schr\u00f6der-Wrusch diskutieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen zur Konferenz kontaktieren Sie bitte Frau Tas.<\/p>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Tas22-460x460-1.jpg\" alt=\"Tas22\" width=\"223\" height=\"223\" \/><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Meryem Tas<\/div>\n<div>Head of New Business<\/div>\n<div>Frankfurt School Verlag<\/div>\n<div>efiport GmbH<\/div>\n<div>Tel: +49 (0)69 154 008 605<\/div>\n<div><a href=\"mailto:tas@fs-verlag.de\">tas@fs-verlag.de<\/a><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie geht es deutschen Unternehmen in Zeiten des kontinuierlichen Wandels? 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