{"id":9521,"date":"2018-02-13T12:06:37","date_gmt":"2018-02-13T11:06:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.frankfurt-school.de\/?p=9521"},"modified":"2019-02-20T16:47:54","modified_gmt":"2019-02-20T15:47:54","slug":"deutsch-wie-sieht-prozessorientierte-organisation-eigentlich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.frankfurt-school.de\/de\/deutsch-wie-sieht-prozessorientierte-organisation-eigentlich-aus\/","title":{"rendered":"Wie sieht Prozessorientierte Organisation eigentlich aus?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>\u201eDie W\u00fcrde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf, dass nur ein Achtel von ihm \u00fcber dem Wasser ist.\u201c<br \/>\n(Ernest Hemingway)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Prozessorientierte Organisation ist in aller Munde. Folgende Attribute werden ihr zugeschrieben:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie fokussiert konsequent auf die Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr den Kunden<\/li>\n<li>Sie orientiert sich an den organisationalen Kernprozessen<\/li>\n<li>Sie vermeidet und eliminiert im besten Fall Verschwendungen<\/li>\n<li>Sie schafft Prozesstransparenz<\/li>\n<li>Sie bricht mit dem Hierarchie- und Planungsdenken traditioneller Organisationen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aber was \u00fcberhaupt ist eine Prozessorientierte Organisation? Wie sieht sie aus? Und was fehlt uns aktuell noch, um sie zu tats\u00e4chlich zu realisieren und zu leben?<\/p>\n<h2>Was charakterisiert eine Prozessorientierte Organisation?<\/h2>\n<p>Um sich diesen Fragen zu n\u00e4hern, ist es notwendig, die Prozessorganisation \u2013 das unbekannte Wesen \u2013 sichtbar zu machen. Auch hieraus ergeben sich wieder jede Menge Fragen. Wie l\u00e4sst sich unser aktuelles Organisationsmodell charakterisieren? In welchen Bereichen ist dieses suboptimal? Wie sieht f\u00fcr unsere Kunden und uns die ideale Organisation aus? In welchen Schritten kommen wir dorthin?<\/p>\n<p>Es existieren eine Reihe von Werkzeugen und Methoden, um Organisationen sichtbar zu machen. Je nach Zielsetzung ist das ein oder andere Instrument sehr gut oder weniger gut geeignet.<\/p>\n<h2><strong>Das klassische Organigramm<\/strong><\/h2>\n<p>Die traditionelle Art und Weise, Organisationen darzustellen, ist das Organigramm. Ausgehend vom Vorstand bzw. der Gesch\u00e4ftsleitung werden kaskadenartig die verschiedenen Funktionen und Bereiche von oben nach unten aufgeh\u00e4ngt und in Beziehung gesetzt. Querverbindungen existieren nur auf derselben Hierarchieebene. Darunter erheben sich mehr oder weniger massive Abteilungsgrenzen. Ein \u201eDurchkommen\u201c zum Beispiel von Vertrieb in den Einkauf und weiter in die Produktion ist nur entlang der Hierarchie m\u00f6glich. Der Prozess ist kaum sichtbar bzw. wird durch Silo-Denken behindert.<\/p>\n<h2><strong>Die Swimlane-Analyse<\/strong><\/h2>\n<p>Eine gute und einfache Art, Prozesse grafisch darzustellen, besteht in der Swimlane-Analyse. Hier werden die f\u00fcr die Betrachtung relevanten Organisationsbereiche in \u201eSchwimmbahnen\u201c untereinander dargestellt. Der jeweils zu betrachtende (Teil-)Prozess verl\u00e4uft durch die einzelnen Bahnen hindurch von links nach rechts. Anhand der grafischen Darstellung wird schnell deutlich, wo die Prozessprobleme liegen. In der SOLL-Betrachtung entsteht ein neuer und vereinfachter Prozess. Dieser kann mittels Ma\u00dfnahmenplan in der organisationalen Realit\u00e4t umgesetzt und verankert werden.<\/p>\n<h2><strong>Die Wertstromanalyse<\/strong><\/h2>\n<p>Die Wertstromanalyse ist ein Kind des Lean Managements. Mit weltweit standardisierten Zeichen- und Sprachcodes werden die Prozesse dargestellt. Zentral hierbei ist Unterteilung des Prozesses in f\u00fcr den Kunden (!) wertsch\u00f6pfende und nicht-wertsch\u00f6pfende Elemente, die so genannten Verschwendungen. Jeder Prozessschritt wird mit Daten, wie der notwendigen Anzahl an Mitarbeitern oder den Prozess- und Zykluszeiten, angereichert. Solcherma\u00dfen eignet sich die Wertstromanalyse in besonderer Weise zur Analyse sowie Effizienzsicherung und einer konsequent prozessorientierten Ausrichtung von Organisationen.<\/p>\n<h2><strong>Die agile Prozessorganisation<\/strong><\/h2>\n<p>In der agilen Prozessorganisation l\u00f6sen sich die Hierarchien teilweise auf. Produkt- und Prozesseigner treiben die Projekte in kurzen Sprints voran. Die Prozessorganisation passt sich den ver\u00e4nderten Zielen und Rahmenbedingungen flexibel an, ohne das gro\u00dfe Ziel der Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr den Kunden aus den Augen zu verlieren. Aus dem starren Organigramm ist ein agiles Netzwerk geworden, das zum Beispiel im Supply Chain Management auch andere Unternehmen und Stakeholder miteinschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Organisationsmanagement ist eine Schlusselfunktion im Unternehmen. Systematische Optimierung in der Aufbau- und Ablauforganisation ist f\u00fcr Mitarbeiter und F\u00fchrungskr\u00e4fte in der t\u00e4glichen Praxis ein wichtiges Arbeitselement. Grundstein hierf\u00fcr ist die aufgabenspezifische Qualifizierung aller Beteiligten. Prozesse analysieren, Strukturen optimieren \u2013 vor dieser Herausforderung stehen Prozessorientierte Organisationsmanager. Die Frankfurt School zeigt in ihrem Zertifikatsstudiengang <a href=\"http:\/\/www.frankfurt-school.de\/home\/executive-education\/projekt-prozessmanagement\/zertifikatsstudiengang-organisationsmanager.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><u><span style=\"color: #0066cc;\">Organisationsmanager<\/span><\/u><\/a> alle Facetten dieses spannenden Berufsbildes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie W\u00fcrde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf, dass nur ein Achtel von ihm \u00fcber dem Wasser ist.\u201c (Ernest Hemingway) Die Prozessorientierte Organisation ist in aller Munde. 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