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IAA: Goodbye Frankfurt
Student Initiatives / 16 March, 2020
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BSc in Business Administration Class of 2022
Lennart is member of the student initiative \FS Automotive" since the founding by Oliver Tiedemann in the summer semester 2019 and since the summer semester 2019 head of the initiative together with Jonathan Walden.

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Am 21 & 22.September 2019 besuchte FS Automotive die Internationale Automobilausstellung, kurz IAA in Frankfurt am Main. Damit waren sie nicht allein, denn es kamen erneut über 560.000 Besucher zur IAA. Auf der ersten IAA im September 1897 standen gerade einmal 8 Fahrzeuge! Allerdings war es das letzte Heimspiel für FS Automotive, denn vergangenes Jahr gab der Verband der Automobilindustrie (VDA) bekannt, dass die IAA nach 70 Jahren Frankfurt verlassen wird. Anfang März 2020 fiel die Entscheidung zur Neuaustragung der IAA 2021 auf München. Die Automobilmesse hat sich in den letzten Jahren immer mehr von einer Messe für Dieselschleudern und PS-Monstern zu einer wahren Mobilitätsmesse für die Fortbewegung von Morgen entwickelt, daher auch der 2019er Slogan „Driving tomorrow“. Elektroautos, Hybrid-Fahrzeuge, Alternative-Antriebe, Autonomes Fahren aber auch vermehrt Kleinwagen.

Elektrisierend

So konnten die Mitglieder von FS Automotive dieses Jahr eine Vielzahl reiner E-Autos entdecken. Highlight, der erste serienmäßig rein elektrisch angetriebene PORSCHE namens „Taycan“. Aber auch bei anderen Herstellern war eine Elektrifizierung der Modellpalette zu verzeichnen, wie etwa bei VW mit dem ID.3, dem e-UP, Seat Mii Electric, Skoda Citigo e iV, Opel Corsa-e, Mini Cooper SE oder bei Mercedes mit dem EQC. Allerdings gibt es von den deutschen Herstellern, bis auf Taycan, ID.3 und BMW i3, nur wenige Stromer, die auch als reine Elektrofahrzeuge konzipiert wurden. Ausländische Autobauer machen es mit ihren Modellen vor, Tesla als bestes Beispiel oder Honda mit seinem neuen Kleinwagen der einfach auf den Namen „e“ getauft wurde, Volvo mit dem Polestar 2 sowie mehrere chinesische E-Fahrzeuge, die von Anfang an als Elektroauto konzipiert wurden. Im Hinblick auf die immer strenger werdenden CO2-Vorgaben ist es nicht verwunderlich, dass die Hersteller gezwungener maßen ihre Modelle elektrifizieren.

H2 Wasserstoff

Allerdings hält sich die Automobilbranche eine weitere Möglichkeit zur emissions- „neutralen“ Fortbewegung offen. BMW hat zur IAA eher unscheinbar einen weißen X5 mit Wasserstoffantrieb mitgebracht, den „BMW I-Hydrogen Next“. Im Endeffekt handelt es sich wieder um ein E-Auto, allerdings wird der Strom nicht wie bei TESLA und Co. in einer großen Batterie gespeichert, sondern mittels Brennstoffzelle an Bord erzeugt. Wasserstoff Fahrzeuge können in 4-5 Minuten betankt werden, je nach Größe des Tanks. An solche Zeiten kommt höchstens der PORSCHE Taycan mit seinem 800-Volt-Gleichstrom System ran. Dieser schafft es innerhalb von 5 Minuten Energie für eine Reichweite von rund 100km zu laden. Knackpunkt ist, dass es bislang nur sehr wenige Ladestationen mit einer solchen Leistungsfähigkeit gibt und der Schnellladevorgang eine enorme Belastung für die Batterie darstellt. Daher hat PORSCHE ein ausgeklügeltes Temperaturmanagement zur Kühlung der Batterie entwickelt.

Abseits der großen PKW-Ausstellungsflächen konnte der geübte Fahrer die Führerscheinprüfung wiederholen oder einen kostenfreien Sehtest machen. Neben PKWs gab es auch E-Bikes und E-Scooter die als Sinnbild des Mobilitätswandels für Innenstädte gelten und mittlerweile das Frankfurter Stadtbild prägen.

Für die von Oliver Tiedemann im selben Jahr gegründete Initiative war es der erstmalige Besuch der IAA und bot für uns die Möglichkeit direkt vor Ort mit den Herstellern in Kontakt zu kommen und sich die technischen Entwicklungen vorführen zu lassen. So präsentierte ZF Friedrichshafen den ersten
2-Gang-Elektroantrieb für PKW, um den Wirkungsgrad des Elektromotors und damit die Reichweite zu erhöhen.

Wir freuen uns auf die IAA in München und erwarten weiterhin eine spannende Entwicklung nach dem Motto „Driving tomorrow“.