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Meine Erfahrungen: Mehr Verhandlungserfolg mit dem Harvard-Konzept
Master of Mergers & Acquisitions / 11 March 2022
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Master of Mergers & Acquisitions Class of 2023
Christoph absolviert seit November 2021 den post-experience Master of M&A als berufsbegleitenden Studiengang. Bei seinem Arbeitgeber Marsh ist Christoph als Client Executive am Standort Berlin tätig. Hier betreut und berät er Konzern- und Mittelstandkunden zu den Themen Risikomanagement und Versicherungen.

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Der nächste Schritt: Ein Master in Mergers & Acquisitions

Nachdem ich nach meinem dualen BWL-Studium mit dem Schwerpunkt auf Risk und Insurance bereits ein Jahr als Referent bei meinem Arbeitgeber tätig war, wollte ich mich neben der beruflichen Erfahrung auch konkret fachlich weiterbilden.

Eine Reduktion der Arbeitszeit kam für mich nicht in Frage, also entschied ich mich für einen berufsbegleitenden Masterstudiengang an der Frankfurt School, der auch neben einem Vollzeitjob absolviert werden kann. Insbesondere das Jahr 2021 war das Jahr der Unternehmenstransaktionen. So auch bei unseren Kunden. Da Marsh als Berater sowohl pre-, als auch post-merger Unterstützung leistet, war ich mir sicher, dass der Master of Mergers & Acquisitions hier die richtige fachliche Ausrichtung bietet.

Was wir in dem Verhandlungstraining erfahren und wie es abläuft

Neben den konkreten fachlichen Modulen des Studiengangs war das Dreitägige Verhandlungstraining sicherlich eines der bisherigen Highlights. Jochen Luksch und Martin Giese von Egger & Philips waren beide Teil des Harvard Negotiation Projects und verfügen sowohl als Berater, als auch als Manager und Geschäftsführer über jahrzehntelange Erfahrung.

Neben dem Wissen, welches die beiden Referenten mir und meinen Kommilitonen in den Sessions vermittelt haben, stand eine Sache natürlich besonders im Fokus. Das aktive und direkte Anwenden des Gelernten in den verschiedensten Verhandlungssituationen. Dafür wurde die Gruppe immer wieder aufgeteilt und die einzelnen Parteien mit Informationen ausgestattet. Diese wurden dann mit in die Rollenspiele genommen und dienten dazu, die Verhandlungssimulationen möglichst realitätsnah zu halten. Martin und Jochen waren in den Verhandlungen dann oft stille Zuschauer und konnten uns somit direkt im Nachhinein Feedback geben oder uns Fragen hinsichtlich unserer Vorgehensweise stellen. Das führte zu einer sehr offenen und konstruktiven Atmosphäre während des gesamten Seminars.

Es wurden auch einige Vorurteile aus dem Weg geräumt, die man vielleicht aus dem einen oder anderen Hollywood Film kennt. Bei Verhandlungen geht es nicht darum seine Interessen zu verteidigen, Druck auszuüben oder den Gegenüber zu etwas zu bewegen, was eigentlich nicht in seinem Interessensbereich liegt. Verhandlungen sind die gemeinsame Entwicklung eines für beide (oder alle) Seiten positiven Ergebnisses. Dafür sollte auch outside the box gedacht und die Verhandlungsmasse erweitert werden. „Making the cake bigger“ ist eines der wesentlichen Erkenntnisse des Seminars und auch des Harvard-Negotiation-Projects. Es sollte sich nicht die Frage gestellt werden wie der Kuchen bestmöglich aufgeteilt werden kann, sondern wie dieser gemeinsam größer gemacht werden kann.

Dadurch, dass die Situationen in dem Seminar zwar realitätsnah aber nicht real waren, konnte natürlich auch viel ausprobiert werden. Ganz in diesen Sinn hat man sich oftmals auch in den Pausen über weitere kreative Wege der Verhandlungsführung unterhalten.

Alles in allem ist das Harvard-Verhandlungstraining ein äußerst lehrreicher und spannender Teil des Studiums. Ich freue mich auf die Umsetzung und auch darauf, gemeinsam mit meinen Kunden den Kuchen zu vergrößern. Vielen Dank an Jochen Luksch, Martin Giese und auch Prof. Dr. Schalast und Frau Dietz für diese tolle Möglichkeit.

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