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Berufsbegleitendes Studium: Individuelle Möglichkeiten erkennen und ergreifen
Ausbildung / 2. Januar 2019
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Referentin Aus- und Weiterbildung
Svenja Krämer hat Finance & Management sowie Erwachsenenbildung studiert und ist ausgebildete Coach und Mediatorin. In ihrer Dissertation in der Erwachsenenbildung beschäftigte sie sich mit der individuellen Herangehensweise an Lernen unter Diversity-Gesichtspunkten. Für die Frankfurt School ist sie schon seit vielen Jahren als Dozentin für Soft-Skill-Seminare eingesetzt und arbeitet seit dem Jahr 2016 als Referentin in der Aus- und Weiterbildung. Sie ist konzeptionell und in der Projektsteuerung in verschiedenen Programmen der Aus- und Weiterbildung tätig und verantwortet Themen rund um die Qualifizierung von Ausbilder/innen wie bspw. Karrierecoaching.

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Leider ist der Eintrag nur auf Amerikanisches Englisch verfügbar.

„Guten Morgen Frau Doktor“… so werde ich seit kurzem im Büro gegrüßt. Es zaubert mir ein Lächeln auf das Gesicht, denn es führt mir zwei Dinge vor Augen: Zum einen steht es stellvertretend für die Energie und die Zeit, die ich in den letzten Jahren in meinen Bildungsweg, auch durch ein berufsbegleitendes Studium, investiert habe und zum anderen zeigt es, dass selbstgesetzte – auch hohe – Ziele erreichbar sein können. Nach der mittleren Reife startete ich zuerst mit einer Berufsausbildung in der Bank in eine etwas andere Richtung. Doch bereits nach dem Bachelor-Studium dann die Überraschung: Ich habe den Abschluss zeitgleich mit meinem Freundeskreis erreicht und im Gegensatz zu anderen parallel bereits erste Berufserfahrungen sammeln können. Wie es dazu kam?

Quereinstieg ins Studium

Im Verlauf des Lebens bieten sich verschiedene Möglichkeiten für die eigene Berufs- und Bildungsbiographie – den Lebenslauf. In meinem Fall lag der Wendepunkt in einer berufsbegleitenden Weiterbildung zur Geprüften Bankfachwirtin (IHK), durch die ich parallel die Hochschulzugangsberechtigung erlangte. Mit diesem Abschluss konnte ich in ein Bachelorstudium an der Frankfurt School wechseln und hierdurch meine akademische Ausbildung starten. Auch wenn die Promotion noch in weiter Ferne lag, hatte ich diesen Gedanken bereits im Kopf, als ich das Masterstudium startete. In all der Zeit war es für mich jedoch immer wichtig, mich im Beruf auch ganz praktisch auszuleben. Warum war für mich das berufsbegleitende Studieren die richtige Wahl?

Berufsbegleitendes Studium – Verknüpfung von Theorie und Praxis

Die Beschäftigung mit den vielfältigen Themen und der gleichzeitige Erwerb von praktischen Erfahrungen hat für mich das berufsbegleitende Studieren attraktiv gemacht. Die unmittelbare Verknüpfung von Theorie und Praxis vervollständigen den Wissens- und Kompetenzerwerb wechselseitig, denn vor allem durch den Transfer in praktisches Handeln wird theoretisches Wissen lebendig. Das zeigt sich nicht zuletzt in meinen Studien- und Abschlussarbeiten, die durch eine empirische Erhebung in Unternehmen angereichert werden konnten. Und warum habe ich mich für eine private Hochschule entschieden?

Förderliche Rahmenbedingungen einer privaten Hochschule

Die Wahl einer privaten Hochschule war für mich besonders förderlich, denn der Studiengang ist genau auf die Bedürfnisse des berufsbegleitenden Studierens ausgerichtet: ein hoher qualitativer Anspruch mit gleichzeitiger Unterstützung der Vereinbarkeit zwischen Studium, Beruf und Familie/Freundeskreis. Das zeigt sich bereits in der zeitlichen Planung der Veranstaltungen am Abend sowie am Wochenende, in der persönlichen Erreichbarkeit von Beratungsstellen oder Flexibilität bei Terminkollisionen. Gemeinsam mit anderen Studierenden, die ebenfalls im Beruf eingebunden sind, finden sich passende Formate der Zusammenarbeit in einem Wechsel an persönlichen Treffen und virtuellen Abstimmungen, was bereits durch den Einsatz moderner Medien in den Seminaren gut integriert wird.

Karrierewünsche erreichen durch das Setzen von Zielen – ich wollte promovieren

Ich bekomme häufig die Frage gestellt, ob ich mich wieder für diesen Weg entscheiden würde. Die Frage ist eigentlich gar nicht zu beantworten, denn rückblickend hat sich mein Lebenslauf durch eine Vielzahl an bewussten Entscheidungen, dem Setzen von Zielen aber vor allem auch durch das Erkennen und Ergreifen von (zum Teil überraschenden) Möglichkeiten entwickelt. Für mich war der Weg des berufsbegleitenden Studierens und Promovierens die richtige Variante und ich bin sehr dankbar für die vielseitigen und sich ergänzenden Erfahrungen. Welcher Weg für die oder den Einzelnen der Richtige ist, muss jedoch individuell entschieden werden. Klar ist für mich, dass die Investition in die eigene Bildung ein Schlüssel zu noch unbekannten Türen darstellt. In dem Setzen von kleinen und realistischen großen Zielen kann man vieles erreichen und somit die Gestaltung des Lebens selbst in die Hand nehmen. Nicht zuletzt aufgrund meines eigenen beruflichen Wegs beschäftige ich mich intensiv mit Karrierecoaching und den Unterstützungsstrukturen, die Führungskräfte und eine Personalentwicklung den Mitarbeitenden bieten können.

Selbstverständlich stellt Studieren neben dem Beruf auch vor gewisse Anforderungen was die Organisation und die (Lern-)Motivation angeht. Mit diesem Thema beschäftigt sich Teil 2 dieser Blogreihe 5 Tipps für eine erfolgreiche berufsbegleitende Weiterbildung.