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Karrierecoaching als Orientierung im Karriere-Dschungel
Ausbildung / 5. Dezember 2019
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Referentin Aus- und Weiterbildung
Svenja Krämer hat Finance & Management sowie Erwachsenenbildung studiert und ist ausgebildete Coach und Mediatorin. In ihrer Dissertation in der Erwachsenenbildung beschäftigte sie sich mit der individuellen Herangehensweise an Lernen unter Diversity-Gesichtspunkten. Für die Frankfurt School ist sie schon seit vielen Jahren als Dozentin für Soft-Skill-Seminare eingesetzt und arbeitet seit dem Jahr 2016 als Referentin in der Aus- und Weiterbildung. Sie ist konzeptionell und in der Projektsteuerung in verschiedenen Programmen der Aus- und Weiterbildung tätig und verantwortet Themen rund um die Qualifizierung von Ausbilder/innen wie bspw. Karrierecoaching.

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„Was möchte ich beruflich machen?“ „Welcher Arbeitgeber passt zu mir?“ Welche meiner Interessen möchte ich auch beruflich folgen?“ „Studium oder Ausbildung? „Fachexperte oder Führungskraft?“

…diese und viele weitere Fragen zur beruflichen Orientierung stellen sich Menschen zu mehreren Zeitpunkten im Leben. Insbesondere in Übergangsphasen, wie bspw. nach dem Schulabschluss oder bei Studiumsende stehen Entscheidungen an, die Einfluss nehmen auf die nächste Phase im Beruf oder hinsichtlich des Bildungswegs. Soziologische Studien zeigen, dass auch die Abgrenzung von Beruf und Privatleben vermehrt relevante Themen bei der beruflichen Entwicklung sind.

Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie kaum vorher. Die zu klärenden Fragen reichen von der inhaltlichen Ausrichtung über die Frage welche Aspekte ein Arbeitgeber erfüllen sollte bis hin zu der Entscheidung, an welchem Ort oder in welchem Land man leben und arbeiten möchte. Insbesondere wenn Personen selbst im Dunkeln tappen oder mit den Möglichkeiten überfordert sind, braucht es keine Beratung, sondern ein personenzentrierter Ansatz und die Hilfe zur Selbsthilfe. Es geht um einen Klärungsprozess und damit eher darum, sich mit sich selbst und der aktuellen Situation fokussiert auseinandersetzen zu können.

In diesen beruflichen Entscheidungsprozessen ist natürlich vor allem die Person selbst gefragt. Häufig sind jedoch durch Strukturen auch weitere Menschen integriert, wie bspw. Ausbildende, Personalentwickler/innen sowie Führungskräfte. Je nach dem eigenen Rollenverständnis oder der Ausrichtung von Personalarbeit bei dem Arbeitgeber, können aus diesen Positionen heraus die beruflichen Entwicklungsprozesse und Entscheidungen mit begleitet werden. Hierfür werden Kompetenzen relevant, mit denen auf die Herausforderungen einer Karriereplanung und -entwicklung reagiert werden kann.

Coaching als Führungstool

In der modernen Berufswelt gibt es nicht mehr den einen vorgezeichneten beruflichen Weg. Vielmehr schlängeln sich Entwicklungspfade zum Teil durch undurchsichtiges Dickicht und es gilt, die individuellen Ziele und die dahinterstehenden Bedürfnisse herauszuarbeiten. Von alt hergebrachten Ratschlägen sollten sich jedoch auch Führungskräfte besser verabschieden. Hilfreich ist es in diesen Phasen insbesondere die richtigen Fragen zu stellen und gemeinsam mit der Person mögliche Wege zu entwickeln. Eine Coaching-Kompetenz unterstützt genau an diesem Punkt die Begleitung und Mitgestaltung von Karrierewegen maßgeblich.

Was macht Coaching aus und wie unterscheidet es sich zu üblichen Aufgabefeldern, bspw. die einer Führungskraft? Coaching zeichnet sich durch die Haltung aus, die man als Coach damit einnimmt, jemanden auf dem Weg begleitend zu unterstützen. Es geht nicht darum, Ratschläge zu geben oder eine Beratung zu geben. Vielmehr helfen konkrete Coaching-Werkzeuge dabei, die Ressourcen wie Kompetenzen und Stärken mit der oder dem Coachee herauszuarbeiten und konkrete nächste Schritte zu formulieren. Eine qualifizierte Coachingausbildung kann Führungskräfte darauf vorbereiten.