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Mein Bachelor-Studium in Zeiten von Corona
Bachelor of Science / 28. Mai 2020
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BSc in Business Administration Class of 2023
Korbinian is studying the Bachelor of Science in Business Administration and currently working as Marketing working student at Frankfurt School.

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Das Corona Virus hat das Leben von allen schlagartig und relativ unerwartet verändert. Insbesondere die ersten Wochen stellten eine große Herausforderung dar. Mit diesem Post will ich Euch einen Eindruck geben, wie sich das Leben, für uns Studenten an der Frankfurt School verändert hat.

Die Reaktion der Frankfurt School auf die Corona-Lage

Anfang März kam die erste Mail an uns Studenten, dass erste Vorkehrungen getroffen werden, um die Auswirkungen von Corona auf den Studienbetrieb so gering wie möglich zu halten. In den nächsten Tagen wurden an allen Eingängen zusätzliche Desinfektionsspender installiert. Des Weiteren wurden allen Studenten und Mitarbeitern, die sich in den benannten Risikogebieten aufgehalten haben geraten, den Campus nicht zu betreten. Die Stimmung war trotzdem eher ruhig und entspannt. Der Vorlesungsbetrieb ging normal weiter und wir bereiteten uns, wie gewohnt, auf die anstehenden Klausuren vor. Mitte März, wurde uns allen dann spätestens klar, dass Corona auch für uns eine erhebliche Herausforderung und Einschränkung im Studium darstellen würde.

Wir erhielten die Nachricht, dass es einen bestätigten Fall unter den Studenten gab. Der Campus wurde evakuiert, komplett desinfiziert und wir nach Hause geschickt. Alle waren angespannt, niemand wusste wirklich, wie es weitergehen würde und wie wir unsere Klausuren am Ende des Monats schreiben sollten. Es gab viele offe Fragen und jeder wollte Antworten.

Als der Campus am Montag nach der Reinigung wieder geöffnet wurde, war das Gebäude sehr leer. Die vielen Unterhaltungen auf den Fluren fehlten, am Deli war keine Schlange, kein „Blättergeraschel“ in der Bibliothek, und auch das Kasino, welches zur Mittagszeit immer prall gefüllt ist, war leer. Die Anzeigetafeln, die die Verteilung der Räume und den Vorlesungsplan anzeigen, waren prall gefüllt, doch die Räume leer. Über ein Wochenende hatte sich hier viel verändert.

Der Studienalltag

Bereits vor diesem Wochenende wurde angekündigt, dass alle Vorlesungen zeitnah nur noch online stattfinden werden – und bereits vier Tage später ging es für uns dann mit den ersten Zoom Vorlesungen los, die sicher für alle gewöhnungsbedürftig waren. Die Stimmung war merklich anders, man vermisste die Gespräche und es fehlte die gute Lernatmosphäre am Campus, die wir so gewohnt waren. Aber wir hatten Vorlesungen, es ging weiter und man arbeitete stetig daran, die digitale Lernqualität zu verbessern.

Die Anordnung der Regierung, alle Universitäten zu schließen, traf die Frankfurt School damit alles andere als unvorbereitet. Der Vorlesungsbetrieb lief bereits seit wenigen Tagen ausschließlich online ab und man arbeitete fieberhaft an einer Lösung, die es uns ermöglichen würde auch alle Klausuren in irgendeiner Form stattfinden zu lassen. Die vielen Fragen, die wir hatten wurden nach und nach beantwortet und die Qualität des online Angebots verbesserte sich stetig. Natürlich konnten die vielen Events, nicht wie üblich am Campus stattfinden aber man fand schnell Lösungen, einen Großteil davon auch online anbieten zu können.

Mit Beginn der Kontaktbeschränkungen in Deutschland wurden viele von uns mit den ersten Folgen der Corona-Krise konfrontiert. Manche verloren ihren Praktikumsplatz im Sommer, Verträge wurden ausgesetzt und viele auf unbestimmte Zeit in den Urlaub geschickt. Besonders hart traf es diejenigen, die gerade erst ihr Auslandssemester begonnen hatten und nun zurückkommen mussten.

Trotz aller Einschränkungen, fanden wir viele Möglichkeiten untereinander in Kontakt zu bleiben. Die Frankfurt School hat allen Zoom-Lizenzen zur Verfügung gestellt, um nicht nur für die Vorlesungen möglich zu machen, sondern auch um Lerngruppen zu bilden und untereinander in Kontakt zu bleiben. Manche kochten und aßen über Zoom zusammen, andere bildeten sogar Gruppen, in denen dann über Zoom Spiele wie Werwolf oder Ähnliches gespielt wurde.

Aktuelle Situation

Mit den ersten Lockerungen kamen auch die ersten Mitarbeiter & Studenten wieder zurück an den Campus. Hygienebereiche wurden eingerichtet und in allen zugänglichen Bereichen, ein ausreichender Abstand sichergestellt. Man kann wieder in die Bibliothek und es kehrt ein klein wenig Normalität ein, auch die typischen FS – Flurgespräche, wenn auch mit Maske und Abstand feiern ihr großes Comeback!

Bis zum Ende dieses Semesters wird wahrscheinlich weiterhin alles online stattfinden und man darf gespannt sein, welche innovativen Lösungen & Ideen diese Krise noch hervorbringt!