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Frankfurt School Student Consulting berät PfefferminzGreen pro bono
Student Initiatives / 7 November, 2020
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Bachelor (BSc) in Business Administration Class of 2023
Florian is currently studying in the Bachelor in Business Administration programme with a focus on Banking & Finance. Besides his studies he is working as a Consultant at Frankfurt School Student Consulting.

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Pro bono publico“ heißt so viel wie „zum Wohle der Öffentlichkeit“ und bedeutet in der Beratung, dass ein Projekt honorarfrei durchgeführt wird – zum Wohle von Personen oder Organisationen, die einem am Herzen liegen. In der Regel sind diese Organisationen gemeinnützig und verfolgen wohltätige Anliegen. In diesem Jahr hat Frankfurt School Student Consulting ein solches pro Bono-Beratungsprojekt durchgeführt, welches ich euch nun vorstellen möchte.

In den vergangenen sechs Monaten durfte ich gemeinsam mit Linda Höhn, Lukas Hoffmann, Marie Leukel, Jakob Otto und Bo Sauer, die das Projektteam bildeten, PfefferminzGreen beraten. PfefferminzGreen ist eine gemeinnützige Organisation, gegründet und angeleitet von Dr. Steen Rothenberger, Mitglied im Kuratorium der Frankfurt School, und seiner Frau Stella Rothenberger. PfefferminzGreen unterstützt zahlreiche soziale und humanitäre Projekte in Afrika, sodass diese sich rasch aus eigener Kraft tragen – für zwei dieser Projekte durften wir als Berater aktiv werden.

Unsere Aufgaben

Konkret ging es um eine Schneiderei in Sierra Leone und eine Kaffeefarm in Äthiopien. Unsere Aufgabe bestand darin, Handlungsempfehlungen zur betriebsinternen Optimierung zu entwickeln sowie Vertriebsmöglichkeiten aufzuzeigen, sodass beide Projekte selbstlaufend gestaltet werden können. Anfangs hatten wir weitreichende Rechercheaufgaben zu erledigen und mussten verschiedene Informationen zusammenstellen. Hierzu gab es viele ausführliche Telefonate mit Stella Rothenberger sowie mit den verantwortlichen Personen und Experten vor Ort. Dadurch erhielten wir einen Überblick über die Prozesse und konnten diese im nächsten Schritt im Detail analysieren. Auch mussten wir uns mit den Branchen und ihren Funktionsweisen vertraut machen. Es handelt sich hierbei um komplexe und global organisierte Branchen, mit denen wir anfangs nur wenig vertraut waren. Darauf aufbauend haben wir für die Schneiderei und die Kaffeefarm verschiedene konkrete Optionen entwickelt und geprüft – etwa ob es sich lohnen könnte, Kaffee zu zertifizieren oder welche Vertriebswege sich für Kleidung, Taschen und Bettwäsche, die die Schneiderei produziert, anbieten könnten.

Persönliche Erfahrungen

So erhielten wir spannende Einblicke in die Textil- und Kaffeeindustrie und lernten viel über die Wertschöpfungsketten beider Produktgruppen. Darüber hinaus war die internationale Ausrichtung des Projektes sehr bereichernd. Wir haben sehr viel über Kultur und Gesellschaft in Sierra Leona und Äthiopien erfahren haben. Wir mussten auch lernen, dass Kaffee in Äthiopien und das Schneiderhandwerk in Sierra Leone andere, besondere Stellenwerte haben als bei uns. So haben einige von uns im Projektverlauf ein ganz neues Bewusstsein für Kaffee und Textilien entwickelt. Durch das Projekt durften wir hinter die Kulissen schauen und haben die komplexen Prozesse und Bestandteile in Produktion und Handel beider Produkte kennengelernt.

Beratung in Zeiten von Corona

Auch wir konnten uns in diesem Projekt der Pandemie und ihren Auswirkungen nicht entziehen. Daher fanden alle internen Meetings sowie die Treffen mit PfefferminzGreen virtuell statt, was jedoch kein Hindernis für eine hervorragende Zusammenarbeit darstellte. Hiervon war selbst unser Projektleiter Bo Sauer positiv überrascht, dass sich trotz der neuen und ungewohnten Situation eine sehr persönliche Teamdynamik einstellte, welche zu einem angenehmen Arbeitsklima und Ergebnissen führte, die die Verantwortlichen von PfefferminzGreen begeisterten.

Projektabschluss und Ausblick

Nach den vielen Telefonaten und virtuellen Meetings war es abschließend umso schöner, das Projekt in einem persönlichen Treffen mit Stella Rothenberger und Dr. Steen Rothenberger am Campus der Frankfurt School abzuschließen. Bei diesem Treffen stellten wir – in einer umfassenden Abschlusspräsentation – unsere Rechercheergebnisse, Einschätzungen und die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen vor. Darüber hinaus diskutieren wir gemeinsam über weiterführende Ideen und tauschten uns auch darüber aus, wie wir das Projekt weiterführen könnten. Es hat uns eine große Freude bereitet zu erleben, dass unsere Arbeit auf eine so interessierte und wertschätzende Resonanz trifft.

Nun geht es darum, wie wir unsere Lösungen in einem möglichen Folgeprojekt weiterentwickeln und konkretisieren können. Hierzu haben uns die Rothenbergers auch bereits angeboten, dass ein Teil unseres Projektteams innerhalb eines Praktikums nach Äthiopien reist, um Implementierungsmöglichkeiten unserer Empfehlungen für die Kaffeefarm zu prüfen. Hierüber freuen wir uns sehr, und es bleibt demnach spannend, was sich in der zukünftigen Zusammenarbeit noch ergibt.

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