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10 Tipps für die Prüfungsvorbereitung
Professional Education / 11 May, 2015
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Direktorin Aus- und Weiterbildung
Evi Zielinski ist seit langer Zeit mit der Frankfurt School verbunden. Der Weg zur diplomierten Bankbetriebswirtin hat sie der Frankfurt School nahe gebracht. Seit 2002 an der Frankfurt School, verantworte Sie als Leiterin Aus- und Weiterbildung die Themen Erstausbildung für unterschiedliche Berufsbilder sowie die nebenberufliche Weiterbildungen Bankfachwirt, Bankbetriebswirt und Management-Studium. In dieser Position ist sie für die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung verantwortlich.

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Zu jeder Ausbildung und zu jedem Studium gehören Prüfungen. Manch einer sieht sie als Chance zum Beweisen seiner Eignung, das Lernen fällt leicht und der Prüfling fühlt sich absolut sicher. Wenn Sie sich wiedererkennen: Herzlichen Glückwunsch! – Sie sind Teil einer eher kleinen Gruppe. Gehören Sie allerdings zu der weitaus größeren Gruppe der „normalen Prüflinge“, wird Ihnen vielleicht etwas mulmig beim Gedanken an den Prüfungsstress. Je nach Typ reicht die Bandbreite von „etwas mulmig“ bis „übel“ – Steigerungen sind fast bis ins Unermessliche möglich. Was also tun, wenn in absehbarer Zeit eine Prüfung ansteht? Aus unseren Erfahrungen mit der Vorbereitung auf Prüfungen, haben wir für Sie zehn hilfreiche Praxis-Tipps gesammelt.

1. Zeitplan erstellen

Hier geht es tatsächlich darum, die Stunden der verbleibenden Tage zu zählen. Davon ziehen Sie Arbeitszeit, Alltagsbeschäftigungen, Schlaf und – wichtig! – Hobbys ab. Dazu gehört auch der langsamere Samstagmorgen nach der Party am Freitagabend. Von den verbleibenden Stunden (seien Sie ehrlich mit sich!) nehmen Sie ungefähr 80 Prozent und verteilen die Prüfungsthemen darauf. Die verbleibenden 20 Prozent sind Reserve für unvorhersehbare Situationen wie Krankheit oder das berühmte schwarze Loch. Wichtig beim ganzen Lernstress: Nehmen Sie weiter am Leben teil! Sie brauchen einen Ausgleich und sollen nicht den Bezug zu Ihrem Umfeld verlieren. Und beginnen Sie nicht direkt nach Arbeit oder Schule mit dem Lernen. Verabreden Sie sich oder machen Sport und lernen Sie maximal ein bis zwei Stunden am Abend. Somit haben Sie einen strukturierten und stundengenauen Lernplan.

2. Richtig Lernen

Viele Lernende orientieren sich an alten Prüfungen: Aber das alleinige Ausfüllen frustriert, wenn man feststellt, wo es überall noch Lücken gibt. Das hilft keinem bei der Vorbereitung. Wählen Sie lieber einzelne Aufgaben/Themen und bearbeiten Sie diese gründlich. Suchen Sie die Antworten und Informationen aus Ihren Unterlagen heraus. Die Recherche und die intensive Beschäftigung mit den Fragestellungen, hilft den Stoff zu verinnerlichen. Auch Multiple-Choice-Aufgaben können hilfreich sein. Kreuzen Sie nicht nur an und vergleichen Ihre Antwort mit den Lösungen, sondern gehen Sie jede Frage durch und lesen auch die Begründungen für die falschen Antworten. Rechenaufgaben lernt man am besten durch mehrfaches Wiederholen, damit prägen sich Methodik und Lösungswege ein.

3. Lernumgebung

Starten Sie Ihren Lern-Tag indem Sie sich morgens fertig machen, als würden Sie zur Arbeit, Uni oder in die Schule gehen. Wohlfühlklamotten suggerieren einen entspannten Tag auf dem Sofa und bringen den Körper nicht wirklich in Betriebsbereitschaft. Achten Sie auf Ihre Vorlieben in der Lernphase. Der eine braucht absolute Stille, der andere lernt am besten mit Musik im Hintergrund. Es geht um Ihre Prüfung, also hören Sie nur auf sich.

4. Auswendig lernen

„Man lernt nicht für die Schule, sondern für das Leben“…wem hängt dieser Spruch nicht zu den Ohren raus? Seien wir ehrlich: Manches muss einfach stur auswendig gelernt werden, weil es nicht auf das Leben übertragen werden kann! Je absurder man sich beim Auswendiglernen verhält, desto besser prägt der Stoff sich ein: Manche Schauspieler laufen beim Textlernen rückwärts. Hopsen Sie auf Ihrem Gymnastikball und sagen sich die benötigten Formeln laut vor. Und ja! Lachen ist dabei erlaubt.

5. Pausen – was? Jetzt? JA!

Gönnen Sie sich Pausen. Aber bitte nicht vor dem Fernseher! Unser Gehirn schafft es dann nicht, das unmittelbar zuvor Gelernte zu speichern. Also lieber einen kurzen Mittagsschlaf (neu-deutsch: „Power-Nap“). In Asien gönnt man seinem Körper in solchen Situationen nur so viel Schlaf, bis er in die Entspannungsphase kommt. So fühlen wir uns nach der Pause tatsächlich fitter. Hier hilft ein einfacher Weck-Trick: Nehmen Sie Ihren Schlüsselbund in die Hand. Sind Sie eingeschlafen und Ihr Körper beginnt sich zu entspannen, öffnet sich Ihre Hand und der Schlüssel fällt zu Boden. Ein verlässlicher Wecker!

6. Komische Eselsbrücken

Manche wichtigen Zusammenhänge sind schwer zu merken oder werden oft durcheinander gebracht. Suchen Sie sich Eselsbrücken! Auch hier gilt: Je absurder, desto besser. Hier ein Beispiel zum Thema „Dokumenteninkasso und Dokumentenakkreditiv“: Der Esel macht „I-Ah“; der „I“mporteur öffnet das „A“kkreditiv. Oder: Das Huhn legt ein „Ei“: der „E“xporteur öffnet das „I“nkasso. Und noch ein Hinweis nebenbei: Schon die Suche nach einer Eselsbrücke hilft Ihnen die Themen zu verinnerlichen.

7. Essen und Trinken

Essen und Trinken ist immer wichtig! Insbesondere aber während des Lernens, denn unsere Synapsen funktionieren ähnlich wie Pflanzen und brauchen immer Wasser, um zu funktionieren. Trinken Sie deshalb viel! Ansonsten gilt: Eine ausgewogene Kost ist am besten. Nüsse bringen unser Gehirn ebenfalls auf Touren und sorgen für gute Stimmung, Süßes in Maß(!)en. Und: Wenn Sie am Tag der Prüfung nichts „runter kriegen“, trinken Sie wenigstens Tee oder Saft. Ihr Kopf braucht Energie – entziehen Sie ihm diese nicht.

8. Am Tag vor der Prüfung

Lernen Sie an diesem Tag nichts mehr. Was Sie bis dahin nicht wissen, werden Sie vermutlich auch nicht mehr lernen. Stehen Sie am Tag vor der Prüfung früher auf als gewöhnlich, dann sind Sie abends wirklich müde und schlafen (hoffentlich) schneller ein. Entspannen Sie sich oder unternehmen Sie etwas (aber nichts Gefährliches). Und versuchen Sie keinen Kontakt zu anderen Prüflingen zu haben. Und wenn, reden Sie nicht über die Prüfung. Gespräche über Themen, die Sie vielleicht nicht so intensiv gelernt haben, manövrieren Sie in unnötigen Stress. Das sollten Sie vermeiden.

9. Am Tag der Prüfung

Seien Sie früh genug am Prüfungsort. Wenn Sie Ort und Gebäude nicht kennen, fahren Sie ein paar Tage vor der Prüfung vorbei. Auch hier gilt: Vermeiden Sie Stress! Kalkulieren Sie am Prüfungstag in Ihren Weg Verzögerungen wie Parkplatzsuche, Bahnverspätung oder Witterungsverhältnisse ein, damit Sie nicht außer Atem ankommen. Und bleiben Sie ruhig – reden Sie vor Beginn der Prüfung nicht mit Ihren Mit-Prüflingen über die Prüfung oder Themen.

10. Die Prüfung selbst – Murphys Gesetz

Die ersten Aufgaben können Sie überraschen. Dann heißt es, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Überspringen Sie zunächst die Aufgaben, die Unsicherheit verursachen und starten Sie mit den Aufgaben, die Ihnen leicht fallen. Die Sicherheit und der Überblick auf das Gelernte stellen sich dann wieder ein. Da Sie sich vorbereitet haben, werden Sie die meisten Aufgaben problemlos meistern.

… und zu guter Letzt: Tipp Nr. 11

Nutzen Sie Angebote zur Prüfungsvorbereitung. Lassen Sie sich von erfahrenen Trainern mit weiteren Hinweisen versorgen und – noch wichtiger – helfen, die Themengebiete zu vertiefen und zu wiederholen. Zum Beispiel in einem Seminar zur Prüfungsvorbereitung der Frankfurt School. Seit Jahren begleitet die Frankfurt School mit Seminaren zur Prüfungsvorbereitung Auszubildende erfolgreich durch die Prüfungsphasen. Mehr Infos finden Sie hier: www.fs.de/ausbildung
Verlassen Sie sich darauf: Das Beste Gefühl vor einer Prüfung hat man dann, wenn man sich wirklich sicher mit den Themen fühlt.
In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen viel Glück und viel Erfolg!