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Berufsbegleitend zum Betriebswirt: Warum es sich lohnt dran zu bleiben
Betriebswirt / 26 February 2025
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Betriebswirt, class of 2025
Alexander Ulrich ist 38 Jahre alt, ist frisch gebackener Absolvent des Betriebswirt-Studiums und arbeitet im Private Banking als Investmentmanager bei der Sparkasse Dresden.

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Ich erinnere mich, wie ich im Herbst 2009 mit einem Kollegen bei unserem Stamm-Italiener saß. Frisch nach der Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen war ich selbst als Berufseinsteiger bei der Sparkassen-Versicherung im Außendienst untergekommen. Wir unterhielten uns über die zu dem Zeitpunkt recht neu eingeführte Einheit bei der Sparkasse in Dresden – das Private Banking. Das Private Banking schien uns ein unerreichbarer Kosmos – ein eigenes, geschlossenes Universum, welches nur mit Studium zu erreichen schien. Ich selbst habe mich lange gegen das Studieren neben dem Job gewehrt – ich war froh nach der Ausbildung mit dem Beruf starten zu können und mein eigenes Geld zu verdienen. Nach drei Jahren Berufserfahrung entschied ich mich dann doch für den Fachwirt für Versicherungen und Finanzen, bei einem privaten Bildungsträger als nebenberufliche, zweijährige Weiterbildung. Nach dem Fachwirt-Abschluss kam noch, subventioniert durch den Arbeitgeber, der Ausbilderschein hinterher. Das Betriebswirt-Studium stand für mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Debatte, da ich zunächst eine Pause des nebenberuflichen Lernens einlegen wollte.

Die Zulassung zum Betriebswirt-Studium

Durch glückliche Umstände wechselte ich 2018 dann von der Versicherung zur Bank – letztlich hat mir das auch zunächst der IHK-Fachwirt ermöglicht. Da ich mich immer mehr für das Bankengeschäft und Kapitalmärkte begeisterte, konnte ich mich recht schnell zu einer auf Wertpapiere spezialisierte Stelle hocharbeiten. Durch eigene Anstrengungen konnte ich im April 2023 eine Woche in unserem Private Banking, speziell im Investmentmanagement, hospitieren. Mir war recht schnell klar, dass hier mein Traumjob auf mich wartete. Aber es war auch klar, dass ich mit meinem zu dem Zeitpunkt knapp neun Jahre alten Fachwirt kaum eine Chance auf einen Einstieg hatte. Also hieß es von Seiten der Führungskräfte: „Denken Sie doch irgendwann noch einmal über ein Studium oder eine weitere Weiterbildung nach.“ Einer meiner Kollegen absolvierte bereits den Betriebswirt an der Frankfurt School, in der Online-Variante. Nach Austausch mit dem Kollegen, welcher viel Positives über den Studiengang berichtete, war ich mir zunächst sehr unsicher, ob ich für das Studium überhaupt zugelassen werden konnte.

The point of no return

Nach vielem Recherchieren und weiterem Austausch mit meinem überaus geduldigen Kollegen, welcher bereits an der Frankfurt School studierte, holte ich mir zunächst die Zusage meines Arbeitgebers für die zeitliche und finanzielle Unterstützung. Bei meiner Recherche war schnell klar: Betriebswirt-Studium mit der Vertiefung Banking & Finance, und das Ganze 10 Monate als Online-Studium sollte es werden. Also kontaktierte ich die Ansprechpartnerin an der Frankfurt School, welche mir nach Zusendung meines Lebenslaufes eine Zusage für das Studium zum Betriebswirt bestätigte. Das war dann der point of no return.

Das Leben geht weiter – auch während des Studiums

Nach Erhalt des Zugangs zur Online-Plattform wurde recht schnell klar, dass hier alles verständlich, gut organisiert und strukturiert ist. Die Unterlagen wirkten übersichtlich und verständlich sowie logisch aufgebaut, zudem war alles sehr gut organisiert. Das hat gerade zu Beginn viel Angst genommen. Ziel war es von Beginn an keine einzige Vorlesung zu verpassen, was ich auch ausnahmslos durchgezogen habe. Die Vorlesungszeiten mittwochs und samstags ließen sich sehr gut in meinen persönlichen (Arbeits-)Alltag einbauen. Zu Beginn des Studiums hat die Frankfurt School einen freiwilligen Finanzmathematik-Kurs angeboten. Gerade für jemanden wie mich war dieser Kurs essentiell, da dieser mir das notwendige Wissen vermittelte, die mich  durch das Studium gebracht haben und ich in meinem Arbeitsalltag anwenden kann. Schnell hat sich eine Routine für die Vorlesungen eingespielt und auch der erste Leistungsnachweis, in Form einer Projektarbeit, ließ sich sehr gut in den Alltag integrieren. Eine Vorlesung zum Thema Finanzmanagement habe ich im Urlaub in der Toskana wahrgenommen, genauso wie das Schreiben an der Projektarbeit. Am Ende tat dies alles auch dem Urlaub keinen Abbruch. Durch einen klar strukturierten Studienplan von Beginn an, ohne kurzfristige Änderungen und Verschiebungen, ließ sich das Studium inklusive Selbststudium insgesamt problemlos in den Arbeitsalltag und das Privatleben einplanen.

Return on Investment

Einer meiner Freunde fragte mich während eines Grillabends mal: „Wann kommt für Dich nach dem ganzen Lernen eigentlich der Return on Investment?”. Kurz nach der schriftlichen Prüfung erhielt ich bei der Sparkasse Dresden die Gelegenheit, mich für die Wunschstelle im Private Banking vorzustellen, welche zu dem Zeitpunkt eher zufällig neu geschaffen wurde. Der Betriebswirt war mehrfach Thema im Vorstellungsgespräch – es wurde als äußerst positiv aufgefasst, dass die Bereitschaft da ist, sich neben der Arbeit weiterzubilden. Inhalte aus Studienthemen wie Risikomanagement, Finanzmanagement und Portfoliomanagement waren teilweise fachliche Themen im Vorstellungsgespräch. Die also bereits im noch nicht einmal abgeschlossenen Studium erlernten Inhalte haben mir letztlich schon etwas gebracht. Nicht zuletzt, weil ich zwei Wochen später die Zusage für die Stelle erhielt. Der Betriebswirt an der Frankfurt School hat sich für mich also schon gelohnt – noch bevor er überhaupt abgeschlossen war. Die Frage meines guten Freundes war damit also beantwortet.

Ende gut alles gut

Nach dem letzten bestandenen Leistungsnachweis in Form einer Seminararbeit, ging es im Januar 2025 für zwei Tage nach Frankfurt zum Modul „Bankensimulation“ und zur Abschlussveranstaltung. Die beiden Tage haben sich als intensiv und anspruchsvoll, aber als großartige Erfahrung herausgestellt. Die Abschlussveranstaltung habe ich selbst als äußerst würdevoll und wertschätzend empfunden. In den letzten Stunden des Studiums wird einem selbst noch einmal klar, was da eigentlich die letzten zehn Monate getan und letztlich erreicht wurde. Auch zehn Jahre nach meinem „externen“ Fachwirt, auch neben der Arbeit. Und am Ende sitze ich heute wieder beim Italiener und unterhalte mich mit Kollegen über das Private Banking. Nur bin ich diesmal ein Teil davon – was ich ohne das Betriebswirt-Studium an der Frankfurt School nicht geschafft hätte.

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