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Vom Bankfachwirt zum LLM
Master of Banking and Capital Markets Law / 16 February 2026
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Portfolioberater bei Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG; Master of Banking & Capital Markets Law (LLM), Class of 2025
Aleksandar-Saša Stojanović ist als Portfolioberater im Wertpapierfachzentrum der Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG tätig. In seiner Funktion betreut er Kundinnen und Kunden mit einem Depotvolumen zwischen 50.000 und 300.000 Euro.

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Ein Blick hinter die Kulissen: Mein Bankfachwirt-Studium an der Frankfurt School
Halbzeit im Bankfachwirt-Studium - Eine erste persönliche Bilanz
In 4 Semestern berufsbegleitend zum Bachelor: Mein Quereinstieg in Düsseldorf

Als ich meine Ausbildung zum Bankkaufmann begann, war mir relativ früh klar: Die Abschlussprüfung wird nicht das Ende meiner Reise sein. Persönliche und berufliche Weiterentwicklung haben für mich schon damals eine große Rolle gespielt. Stillstand war nie eine Option. Heute, einige Jahre später, blicke ich auf einen Weg zurück, der mich vom Realschulabschluss bis zum Master of Laws (LLM) an der Frankfurt School of Finance & Management geführt hat – ein Weg, der anspruchsvoll war, aber jede einzelne Anstrengung wert.

Der erste Schritt: Bankfachwirt als Fundament

Im Oktober 2019 startete ich mit dem Bankfachwirt an der Frankfurt School. Rückblickend war diese Entscheidung von großer Bedeutung. Viele Inhalte bauten zwar auf meiner Ausbildung auf, gingen aber deutlich tiefer. Themen wie allgemeine Bankbetriebswirtschaft, Betriebswirtschaftslehre, Recht und Makroökonomie eröffneten mir eine neue Perspektive auf das Bankwesen. Zum ersten Mal ging es nicht nur um das „Wie“, sondern auch um das „Warum“. Diese Inhalte haben den Grundstein für alles gelegt, was danach kam – fachlich wie auch mental.

Weiterdenken statt aufhören: Das Betriebswirt-Studium

Nach dem Abschluss des Bankfachwirts im August 2021 war für mich schnell klar, dass ich noch nicht am Ziel angekommen bin. Bereits im Mai 2021 meldete ich mich über den Early-Bird-Zugang für das Betriebswirt-Studium an. Diese frühe Entscheidung hat sich gleich doppelt ausgezahlt – organisatorisch und finanziell.

Das Betriebswirt-Studium brachte neue Schwerpunkte mit sich: Finanz-, Vertriebs-, Risiko- und Marketingmanagement. Gleichzeitig entwickelte sich auch meine berufliche Rolle weiter. Man merkte deutlich, dass das Anspruchsniveau stieg. Trotzdem schafften es die Dozenten, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln. Es ging nicht darum, Studierende „durchfallen zu lassen“, sondern darum, sie wirklich mitzunehmen. Diese Haltung habe ich an der Frankfurt School durchgehend erlebt.

Der letzte Baustein vor dem Master: Management-Studium

Um mir den Traum eines Masterstudiums zu erfüllen, fehlte vor dem Quereinstieg noch ein weiterer Baustein: das Management-Studium. Von September 2022 bis August 2023 beschäftigte ich mich intensiv mit Führung, Strategie und unternehmerischem Denken. Hier wurden nicht nur fachliche Kompetenzen vermittelt, sondern auch Werte und Denkweisen, die für eine angehende Führungskraft essenziell sind.

Dieses Jahr war intensiv, aber gleichzeitig unglaublich lehrreich. Es war der Moment, in dem ich gemerkt habe: Jetzt bin ich bereit für den nächsten Schritt.

Der Einstieg ins Masterstudium: Herausforderung angenommen

Natürlich entschied ich mich auch beim Master wieder für den Early Bird. Gerade während eines berufsbegleitenden Masterstudiums ist diese finanzielle Entlastung enorm hilfreich – und etwas, das ich neuen Studierenden nur empfehlen kann.

Nach Einreichung meiner Bewerbungsunterlagen erhielt ich schnell eine Einladung zu einem persönlichen Kennenlernen. Das Interview war offen, ehrlich und anspruchsvoll. Es ging um meinen beruflichen Werdegang, meine Motivation und meine Ziele. Danach bekam ich die Möglichkeit, eine Eignungsprüfung für das Masterstudium an der Frankfurt School zu absolvieren.

Dieser bestand aus einer 15-seitigen wissenschaftlichen Hausarbeit. Zwei Themen standen zur Auswahl, eines musste bearbeitet werden. Die Erstellung dieser Arbeit war intensiv, aber sie hat mir auch gezeigt, auf welchem Niveau im Master gearbeitet wird. Nach der Abgabe folgte die Einladung zur Verteidigung – eine Prüfungssituation, die ich so vorher noch nicht erlebt hatte. Die Nervosität war entsprechend hoch.

Nach einer kurzen Beratung zwischen Studienleitung und dem späteren Dozenten kam die Zusage: Aufnahme in den Master of Banking & Capital Markets Law. In diesem Moment wusste ich, dass sich der gesamte Weg gelohnt hatte.

Der Masteralltag: Anspruchsvoll, intensiv, bereichernd

Die folgenden vier Semester waren ohne Frage fordernd. Spannende Vorlesungen, abwechslungsreiche Themen und ein hoher Anspruch an Eigenleistung prägten den Studienalltag. Besonders beeindruckt hat mich die fachliche Tiefe und Aktualität der Inhalte. Regulatorische Themen, Kapitalmarktrecht, Bankenaufsicht – alles war nah an der Praxis und gleichzeitig wissenschaftlich fundiert.

Ein echtes Highlight waren die Overnight-Study-Sessions. Lernen ab 17 Uhr bis tief in die Nacht, konzentriert, intensiv, manchmal anstrengend, aber immer mit einem klaren Ziel vor Augen. Diese Phasen haben nicht nur fachlich viel gebracht, sondern auch den Zusammenhalt unter den Studierenden gestärkt.

Ein weiterer Punkt, den ich nicht unerwähnt lassen kann, ist die Studienbetreuung. Der Service war durchgehend professionell, schnell und lösungsorientiert. Egal ob organisatorische Fragen oder Unterstützung in stressigen Phasen – man hatte nie das Gefühl, allein gelassen zu werden.

Mein Fazit nach sechs Jahren Frankfurt School

Nach insgesamt sechs Jahren an der Frankfurt School of Finance & Management kann ich mit voller Überzeugung sagen: Die Entscheidung war richtig. Der Weg war lang, anspruchsvoll und zeitintensiv – aber er hat sich gelohnt. Auch mit Realschulabschluss ist ein Masterstudium möglich. Entscheidend sind nicht der Schulabschluss, sondern Wille, Disziplin, Durchhaltevermögen und der Glaube an sich selbst.

Eine Sache habe ich auf diesem Weg ganz besonders gelernt: Lernen hört nie auf. Es begleitet uns ein Leben lang – und genau das macht persönliche und berufliche Entwicklung erst möglich.

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