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Digitalisierung: Über den Bildschirmrand hinausdenken
Executive Education / 25 November, 2019
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Shinu Sara Ottenburger ist Produktmanagerin im Bereich Professional & Executive Education der Frankfurt School. Sie konzipiert Weiterbildungsprogramme für das Themenfeld IT & Digitalisierung.

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Gäbe es einen Award für das Buzzword des Jahres, so wäre der Begriff „Digitalisierung“ schon mehrfach damit ausgezeichnet worden. Die Digitale Transformation ist in aller Munde, aber viele wissen gar nicht recht, worum es dabei eigentlich geht. In den Köpfen der Menschen sind IT und Technik vorrangig mit dem Begriff der Digitalisierung verbunden. Blickt man allerdings über den Tellerrand hinaus und beschäftigt sich intensiv mit dem Innovationspotential des Wandels, ergeben sich vielseitige Möglichkeiten. Diese lassen sich neben den technischen Bereichen auch anderweitig in die unterschiedlichsten Kategorien einordnen.

Digitalisierung ist nicht nur eine Frage der Technik

Der Kauf von neuer Hardware für die Mitarbeiter oder die Konfiguration einer App zwecks Erweiterung des firmeneigenen Portfolios sind erste Ansätze, aber bei weitem nicht der Kern der Digitalen Transformation. Es geht vielmehr um die Frage, wie können Sie neue Wege finden, um Ihren Kunden in der heutigen Zeit den Service zu bieten, den sie sich wünschen? Und wie etabliert man ein modernes Mindset, nicht nur innerhalb der Unternehmensführung, sondern auch bei seinen Mitarbeitern? Innovative Produkte, Dienstleistungen, Prozesse und Geschäftsmodelle – all das umfasst die Digitalisierung.

Die Zukunft im Blick haben

Während des Kongresses „Future of Work“, der am 12.11.2019 in der Frankfurt School stattfand, sprach Stefan Hentschel von der Google Germany GmbH über Digital Leadership – mit Innovationskraft und Unternehmenskultur zur digitalen Transformation. Aus seinem Vortrag ging hervor, dass die digitale Transformation keine Anpassung kleinerer Prozesse ist, sondern die Veränderung der Grundordnung. Man müsse das System verändern und eine einzigartige Kultur innerhalb des Unternehmens schaffen. Die Führung sollte dabei offen für neue Ideen sein, vor allem auch für jene Ansätze, die nicht aus den oberen Managementpositionen, sondern von den unteren Ebenen ausgehen. Als Ausgangspunkt dient eine Vision davon, wohin es für das Unternehmen gehen soll. Diese gilt es zu verfolgen, selbst wenn es Rückschläge gibt, auf die man reagieren und folglich Anpassungen vornehmen muss. Von der Vorstellung, es gäbe den einen Masterplan zur Umsetzung der Digitalisierung, müsse man sich verabschieden, so Hentschel.

Kultur = Verhalten

Er zitiert in seinem Vortrag den Schriftsteller Mark Twain: „The only person who likes change is a wet baby“. Mit dieser Aussage wird deutlich:  Wer die für den Wandel notwendige Unternehmenskultur aufbauen will, steht vor einer großen Herausforderung und muss seinen Mitarbeitern Sicherheit geben.

Um Sie für die Aufgaben, die eine digitale Transformation mit sich bringt, zu wappnen, bieten wir den Zertifikatsstudiengang Digital Business Advisor an. Das Programm umfasst drei Module, in denen je ein Kernelement der Digitalisierung thematisiert wird.

Erstes Modul – Perspektive und Agilität: Den digitalen Wandel erkennen und agil handeln

Zweites Modul – Steuerung der Organisationsstrukturen: Der Mensch im Mittelpunkt

Drittes Modul – Geschäftsmodell-Entwicklung: Die digitale Transformation meistern