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Web 3.0: Steht die 4. industrielle Revolution bevor?
Executive Education / 8 January, 2020
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Produktmanager Professional & Executive Education
Shinu Sara Ottenburger ist Produktmanagerin im Bereich Professional & Executive Education der Frankfurt School. Sie konzipiert Weiterbildungsprogramme für das Themenfeld IT & Digitalisierung.

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Als 1991 die erste Webseite online ging, war dies die Geburtsstunde des World Wide Web. Die ganze Welt feierte die damals noch statischen, sehr plakativen Webseiten. Diese standen untereinander zwar noch in keiner Verbindung, sondern kursierten zusammenhangslos im Internet, revolutionierten aber dennoch den Informationsfluss von Grund auf. Im Hinblick auf die neusten Technologien und Möglichkeiten, die daraus entstehen, fragen wir uns: Steht uns im neuen Jahrzehnt eine vierte industrielle Revolution bevor?

Das interaktive Web

1999 sprach man erstmals vom Web 2.0 und der Revolution der Interaktion. Man war jetzt in der Lage, dem Nutzer dynamischen Content zu bieten, der responsiv auch von mobilen Geräten zugänglich war. Außerdem konnte man als User erstmals selbst Inhalte erstellen – Tools wie WordPress ermöglichen jetzt die Erstellung der eigenen Webseite.

Darüber hinaus wurden die ersten peer to peer Interaktionen durchgeführt – um Daten zu verschicken, musste man keine Festplatte mehr physisch in einen Umschlag packen und per Post versenden. Es dauerte nicht lange bis der Bereich E-Commerce seinen Aufschwung feierte und die sozialen Medien geboren wurden. Das Internet sprach ab dann nicht mehr nur eine kleine Schnittmenge der Menschen an, sondern auch das nicht-technische Publikum und war universell zugänglich.
Vom Bloggen über das Taggen, Networken und Podcasten – die Möglichkeiten für den User erscheinen grenzenlos.

Unendliche Möglichkeiten?

Das Web 2.0 punktete neben der Interoperability vor allem auch optisch und in der Usability. Das Front-End bekam eine Generalüberholung. Heute, 20 Jahre später, weist das Web 2.0 einige Schranken auf. Diese befinden sich hauptsächlich im Back-End, also in dem Bereich, der für den User optisch nicht erkennbar ist. Diese Schwachstellen befinden sich vor allem in den Feldern micro-payment, advertisement + data selling und value transfer.

Experten sind daher der Meinung, dass die aktuellen Entwicklungen eine Art 4. Industrielle Revolution herbeiführen werden: Vom Web 2.0 zum Web 3.0 – aber was sind die Kernelemente dieser Veränderung?

Artificial Intelligence – wenn das Internet sich selbst weiterbildet

Das Web 3.0 wird auch als „semantisches Web“ bezeichnet. Es agiert logisch und verknüpft Bedeutungen und Zusammenhänge. AI und Machine Learning stehen hier in enger Verbindung mit der Transformation. Maschinen sollen künftig in der Lage sein, über Informationen „nachzudenken“ und Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie sollen nicht nur übereinstimmende Keywords anzeigen, sondern dem User Mehrwert in Form von Kontext bieten.

Die Trends und Entwicklungen zeigen: Wer auf den Zug aufspringt, der sichert sich zukünftig einen Platz in den vorderen Reihen der digitalen Transformation. Wenn Sie bereits erste Erfahrungen auf dem Gebiet der Programmierung gesammelt haben und sich in Richtung Artificial Intelligence und Machine Learning weiterbilden möchten, bieten wir den Zertifikatsstudiengang „Certified Expert in Data Science and Artificial Intelligence“ an. Alle Infos und weitere Weiterbildungsangebote finden Sie auf unserer Webseite.

Auch die Blockchain-Thematik steht in naher Zukunft auf dem Plan. Was heute noch eine Daten-Monarchie ist, in der all unsere wertvollen Informationen zentral auf einem Server gelagert werden, soll zur Demokratie werden. Anstatt die Kontrolle über unsere Daten zu verlieren und den Menschen, die diese verwalten, blindlings zu vertrauen, , soll bald mehr Sicherheit geschaffen werden.

Das Web 3.0 stellt daher weniger eine optisch auffällige Revolution dar, sondern eher eine hintergründige Neugestaltung von Daten-Sicherheit, Vereinbarungen und dem Austausch von Werten.